Korsika - ein Paradies im Mittelmeer Français  

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Fähren

Korsika Fähre Corsica Ferries Mega Express 5Die Fähre ist sicherlich die schönste und gemütlichste Art, nach Korsika zu reisen. Für viele beginnt der Urlaub bereits auf dem Schiff! Bei den verschiedenen Fährgesellschaften, Strecken (siehe unten) und Tarifen ist es allerdings nicht einfach, den Überblick zu behalten. Es lohnt sich, vor der Buchung verschiedene Angebote direkt auf den Websites der Fährgesellschaften durchzurechnen. Dies ist - Internet sei Dank - heute ein Kinderspiel! Die günstigste und auch schnellste Überfahrt ist die Strecke zwischen Livorno und Bastia. Allerdings ist Livorno von allen italienischen Häfen, von denen aus Korsika bedient wird, am weitesten von der Schweiz, Deutschland und Österreich entfernt, womit die Kosten für Benzin und Autobahngebühren steigen. Je flexibler man eine Reise planen kann, desto günstiger wird die Überfahrt.

 

Corsica Ferries
 
Moby Lines
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Corsica Ferries Corsica Linea
Moby Lines La Méridionale

Wer sich nicht durch alle Webseiten der Fährgesellschaften durchklicken will und die einzelnen Angebote übersichtlich verglichen haben will, der ist hier richtig:

 

Fähre buchen

Diese Karte zeigt eine Übersicht über alle Fährlinien zwischen dem Festland und Korsika.

 

Fähren nach Korsika

Online buchen

Nichts ist einfacher und schneller, als ein Fährticket online von Zuhause aus zu buchen. Benötigt wird lediglich eine Kreditkarte und los gehts: Überfahrten suchen, Preise vergleichen, bezahlen, Ticket ausdrucken, fertig!

 

Moby Lines

Hier kann eine Überfahrt bei Moby Lines gebucht werden. Diese fahren 6. Juni bis 8. September 2013 von Genua und Livorno nach Bastia.

Mit der direkten Buchung über diesen Link unterstützt ihr meine Website, denn ich erhalte dafür eine kleine Provision. Merci!

   
Corsica Ferries

Hier kann eine Überfahrt bei Corsica Ferries gebucht werden. Diese fahren von Savona, Livorno, Nizza und Toulon ganzjährig nach Korsika.

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Casamundo Korsika Urlaub

 

Bei der Buchung beachte man bitte folgende Punkte:

  • Bei der Buchung muss man die Fahrzeuglänge kennen. Achtung: Allfällige Fahrradträger, Dachkoffer, Anhänger etc. müssen alle mitgebucht werden. Im Hafen wird im Zweifelsfall nachgemessen!

  • Nachtfahrten sind teurer als Tagfahrten. Hinzu kommt vielleicht noch eine Kabine und das Nachtessen an Bord.

  • Überfahrten an den Wochenenden sind teurer als unter der Woche.

  • Expressfähren sind teurer als herkömmliche Schiffe. Es wird ein kleiner Expresszuschlag erhoben.

  • Je flexibler man bezüglich Wochentag und Uhrzeit ist, desto günstiger kann man reisen.

  • Es gibt keine Fixpreise mehr. Ähnlich wie bei den Billig-Fluggesellschaften zählt der Tagesbestpreis. Kurzfristige Buchungen sind in der Regel (!) teurer als langfristige.
  • Für 2 Personen mit Auto muss man hin und zurück mit 170 - 300 € Rechnen. Nachtüberfahrten mit Kabine etc. kommen auf bis zu 400 € zu stehen. Rechnen lohnt sich hier auf jeden Fall! Mit etwas Geschick hat man gleich ein bis zwei Nachtessen auf Korsika gespart.
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Von Sondertarifen profitieren

Sowohl Corsica Ferries wie auch Moby Lines bieten sehr günstige Sondertarife an. Bei Corsica Ferries heissen diese Jackpot und bei Moby Lines Best-Offer. Diese Tickets sind manchmal unglaublich billig. Ein Auto kann damit pro Strecke nur noch 1 € anstelle von 60 € kosten! Auch auf die Personen gibt es grosszügige Ermässigungen. Die Sache hat nur einen Haken: Die Tickets können nicht zurückerstattet werden. Wer also wegen Krankheit seine Reise nicht antreten kann, verliert das Ticket. Verschiebt sich eine Reise, so können auch Jackpot- und Best-Offer-Tickets umgebucht werden. Die Gebühr beträgt dann allerdings 30 € anstelle von 9 €.

 

Casamundo Korsika Urlaub

Anfahrt zu den Häfen

Die Zufahrten zu den Häfen sind in der Regel gut ausgeschildert. Ein Navigationssystem ist sicherlich hilfreich aber nicht notwendig. Hier einige Tipps für Leute ohne technische Unterstützung:

Savona: Autobahn A10 > Ausfahrt "Savona Vado" / nach Mautstelle den Hinweisschildern "Porto Vado" und "Corsica Ferries" folgen. Die Anfahrt dauert lange und scheint chaotisch. Nicht beirren lassen!

Genua: Autobahn A7 > Ausfahrt "Genova Ovest" / nach der Mautstelle der Beschilderung "Porto" und "Terminal Traghetti" (Fährterminal) folgen.

Livorno: Autobahn A12 > Ausfahrt "Porto" / nach Mautstelle den Hinweisschildern "Imbarco Passeggeri", "Imbarchi Corsica" und "Varco Dondegani" folgen.

Nizza: Von Italien her kommend Autobahn A8 > Ausfahrt 55 "Nice Est" / Von Marseille her kommend Autobahn A8 > Ausfahrt 50 / den Hinweisschildern "Port" und dem Fähren-Signet folgen. Achtung, man fährt mitten durch die Stadt, ruhig Blut bewahren! Der Weg führt an korsischen Spezialitätengeschäft (viele Fahnen!) vorbei.

Toulon: Von Italien her kommend Autobahn A57 > Ausfahrt "La Rode - Gare Maritime" / Von Marseille her Autobahn A50 > letzte Ausfahrt / den Hinweisschildern "Gare Maritime" folgen.

Marseille: Von Nizza her kommend Autobahn A50 > nach Tunnel unter dem "Vieux Port" Ausfahrt nehmen und rechts an der Kathedrale vorbei fahren, nicht in den nächsten Tunnel, nach 500 m links über die Place Joliette, danach rechts und den Schildern "Gare Maritime" folgen. - Von Lyon her kommend Autobahn A7 > Ausfahrt 5 / den Hinweisschildern "Les Ports" und "Gare Maritime" folgen.

 

Es lohnt sich, die Reiseroute von zuhause zum Fährhafen mit Google-Map durchzurechnen und diese auszudrucken. Hier gehts zu meiner Google-Map, auf der ich die genauen Abfahrtspunkte markiert habe.

 

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Ankunft im Hafen - und dann?

Achtung: Die Hafeneinfahrten sind über Nacht geschlossen! Es ist nach 23 oder 24 Uhr nicht mehr möglich in den Hafen zu fahren. Die Tore öffnen morgens erst um 6 Uhr.

Savona: Der Hafen von Savona-Vado wird ausschliesslich von Corsica Ferries bedient. Somit kann man einfach hinter eine Reihe fahren und warten. In der Hochsaison wird man schon am Hafeneingang "abgefangen" und eingewiesen. Das Personal von Corsica Ferries kommt mit kleinen Scannern vorbei und verlangt nach dem Ticket. Der Barcode/Strichcode wird eingescannt und der mobile Drucker am Gürtel des Mannes druckt einen Kleber aus, der auf die Windschutzscheibe geklebt wird.

Genua: Am Eingang des Terminals Traghetti muss man das Ticket bereits vorweisen. Alle, die in den Hafen möchten, egal ob sie nach Korsika, Sardinien oder Nordafrika fahren, zeigen ihr Ticket an einem der kleinen Häuschen mit Schranke vor. Dort wird es eingelesen und ein Kleber auf die Windschutzscheibe geklebt. Die Person am Schalter nennt die Nummer des Terminals, danach folgt man den Schildern.

Livorno: Im Hafen folgt man den Schildern "Imbarco Corsica" der entsprechenden Gesellschaft und stellt sich hinter die wartenden Autos. Ein Mann von Corsica Ferries oder Moby Lines kommt mit einem mobilen Lesegerät vorbei, verlangt nach dem Ticket, scannt den Code ein, druckt einen Kleber aus und klebt diesen auf die Windschutzscheibe.

Tipps für die Überfahrt

Die Fährgesellschaften verlangen, dass sich Leute mit eigenem Fahrzeug 1 Stunde vor Abfahrt (in der Hochsaison 1.5 Stunden) im Hafengelände einfinden und das Ticket vorgewiesen haben. Passagiere, die zu Fuss unterwegs sind, müssen 30 Minuten vor Abfahrt eingecheckt sein. In den Häfen gibt es Toiletten und Cafés. Für Kinder am besten geeignet ist der Hafen von Savona. Dort gibt es einen Kinderspielplatz und viele gedeckte Bänke und Tische.

 

Nützliche Tipps für die Fährpassage:

  • Genügend Zeit für die Hinfahrt einplanen! Nicht immer findet man die Hafeneinfahrt auf Anhieb. An den Alpenübergängen, den Grenzübergängen und um Mailand herum (Feierabendverkehr) kommt es oft zu Staus.
  • Medikamente gegen Seekrankheit einpacken!
  • Während der Überfahrt ist das Autodeck nicht erreichbar. Es ist deshalb ratsam, schon vor der Abreise einen Rucksack oder eine Tasche mit dem Notwendigne für die Überfahrt zu packen.
  • Die Schiffe sind stark klimatisiert und auch im Sommer ist es im Innern recht kühl. Ein Pullover ist deshalb empfehlenswert.
  • Überfahrten mit der Fähre sind zwar eine spannende Sache, doch dauern sie recht lange. Auf dem Schiff gibt es keinen deutschsprachigen Lesestoff. Also vorher einpacken.
  • Fotoapparat nicht vergessen!
  • Nach langer Wartezeit vor dem Schiff muss es dann plötzlich schnell gehen! Die Einweiser winken heftig und scheinen einfach aus Prinzip zu fluchen! Auf gar keinen Fall darf man sich von ihnen aus der Ruhe bringen lassen! Sollte man einmal ein anderes Auto tuschieren, sind sie auf einmal weg und keiner hat etwas gesehen! Also: Immer mit der Ruhe!
  • Beim Verlassen des Autodecks muss man sich unbedingt den Platz merken. Bei Corsica Ferries sind die Ausgänge mit einem Buchstaben und einer Zahl beschriftet (z.B. A2) und bei Moby Lines haben die Treppenaufgänge verschiedene Farben (das Auto steht dann z.B. in "grün 1").
  • In der Hochsaison gibt es zu wenig Liegestühle auf Deck. Beeilen lohnt sich. Sonnenschutzmittel nicht vergessen! Wer sich an den Schatten setzt, muss sich überlegen, wie sich das Schiff bei der Fahrt nach Korsika drehen wird. Ansonsten sitzt man gleich wieder in der Sonne - oder umgekehrt.
Fähre Korsika SNCM Bastia Korsika Fähre Corsica Victoria Bastia

Schilderung einer Nachtüberfahrt für Fähren-Neulinge

Hat man, nach der langen Fahrt über die kurvenreichen Alpenstrassen und über die endlose Po-Ebene, endlich die Hafenstadt erreicht, gilt es nur noch, auch in den Hafen selbst zu finden. Und auch das ist, seit die Einfahrten deutlich besser markiert wurden, nicht mehr allzu schwierig. Wir werden auch gleich von einem Mann mit dunkelblauen Hosen und einem gelben Hemd angehalten. Ihm zeigen wir das Ticket. Er tippt einige Dinge in seinen Taschencomputer ein, welcher auch gleich einen Aufkleber ausdruckt. Dieser wird auf die Windschutzscheibe geklebt und schon ist alles erledigt. Das Anstehen in den Hallen des Hafenbüros gehört endgültig der Vergangenheit an. Schliesslich werden wir hinter eine der acht Autokolonnen gewiesen.

 

Das Schiff von Corsica Ferries hat bereits angelegt und wartet nur noch darauf, uns hineinzulassen. Doch, auf was um alles in der Welt warten die denn? Man weiss es nicht. Man wartet einfach, wie auch die anderen Reisenden warten. Man hat ja Zeit und geniesst die Hafenatmosphäre. Man kommt ins Gespräch mit anderen Reisenden und schliesst schon erste Bekanntschaften.
Endlich ist es soweit. Der Reihe nach leuchten die Bremslichter der Autos auf und auch wir starten nun den Motor wieder. Die Kolonnen, es sind mittlerweile sicher 300 Fahrzeuge hier, setzten sich in Bewegung. Eins nach dem anderen verschwindet im Bauch des Kolosses. Bald sind auch wir an der Reihe. Ein Mann in einem weissen Overall winkt uns nervös und pfeift dazu wie ein Irrer auf seiner Trillerpfeife. Wir folgen seinen Anweisungen und fahren eine steile Rampe hoch in den oberen Stock der Garage. Da sie während der Überfahrt für die Passagiere geschlossen ist, nehmen wir das nötigste mit. Durch die nächste Tür, sie ist mit "2E" angeschrieben, verlassen wir schnell das nach Abgasen stinkende Autodeck. Die Nummer des Ausganges sollte man sich gut merken, will man sein Auto bei der Ankunft möglichst rasch wieder finden.

 

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Eine Treppe führt hinauf zu den anderen Decks. Hier ist es bedeutend kühler als in der Garage; die Klimaanlage gibt ihr Bestes. An der Rezeption werden wir gleich nach dem Ticket gefragt. Dort drauf steht unsere Kabinennummer. Ein Angestellter, die hier alle ein gelbes Hemd tragen, führt uns durch lange Gänge bis zu unserer Kabine. Nummer 135. Er prüft, ob die Toilette sauber ist und macht uns auf die Karten aufmerksam, die auf dem Nachttischchen liegen. Mit ihnen kann man die Kabinentür öffnen, indem man sie in den Schlitz steckt und die Falle nach unten drückt. Der Service ist wie immer perfekt. Nachdem wir ihm ein Trinkgeld in die Hand gedrückt haben, verschwindet der Kabinenzuweiser auch schon wieder. Schliesslich möchten noch mehr Leute auf ihre Kabine.
Später begeben wir uns ins Restaurant wo wir die Möglichkeit haben, uns in der Mitte, da wo die Tische gedeckt sind, bedienen zu lassen, was aber auch bedeutend mehr kostet, oder uns am Self-Service etwas zu holen. Wir entscheiden uns für letzteres, sind wir doch erst am Anfang des Urlaubes. Die Auswahl ist nicht schlecht: diverse Antipasti, Pasta, Lasagne, Milanese e Fritte, Meeresfrüchte und so weiter. Leider stehen im Sortiment fast ausschliesslich italienische Weine, keine Korsischen. Wir ergattern uns einen Tisch am Fenster, doch diese spiegeln so stark, dass man nur hinaussehen kann wenn man die Nase an die Scheibe drückt. Das Essen schmeckt hervorragend und wem es nicht genügend heiss ist, der findet ein Mikrowellengerät gleich neben der Kasse.
Bis das Schiff abfährt, dauert es noch eine gute Stunde und so haben wir Zeit, etwas herumzuspazieren. In den Läden auf dem Schiff kann man exklusive Parfums, Schmuck, Uhren auch sonst allerlei Dinge kaufen. Der Duty Free Shop öffnet erst, wenn das Schiff den Hafen verlassen hat.
In den Gängen haben es sich Leute in ihren Schlafsäcken bequem gemacht. Das Schiff bietet nur für die Hälfte aller Passagiere ein Bett. In dieser Jahreszeit ist es zwar herrlich, auf dem Deck unter den Sternen zu übernachten, sofern einen die Lichter nicht stören, die während der ganzen Überfahrt brennen. In der Disco, die unter der Garage liegt, ist erst wenig los und in der Bar über dem Bug singen ein Mann und eine Frau italienische Canzonis.
Gegen elf Uhr begeben wir uns auf ein kleines Deck ganz oben. Nur wenige Passagiere finden hier hinauf. Aus den kleinen Lautsprechern scheppert Rossinis Ouvertüre aus der Oper 'La Gazza Ladra' und das ist das Zeichen, dass die Fähre ablegt. Ganz langsam fährt sie rückwärts und dreht nach Steuerbord. Dann bremst sie und fährt vorwärts aus dem Hafen hinaus. Der Fahrtwind bläst uns ins Gesicht. Das Meer ist ganz ruhig, fast kein Wellengang. Über uns funkeln die Sterne. Hinter uns werden die Lichter an der Küste immer kleiner. Der Leuchtturm winkt uns um Abschied. Wir bummeln etwas auf dem Schiff herum. Wer sich nicht auskennt, könnte sich leicht verlaufen, würden die vielen Pläne einem nicht etwas Übersicht verschaffen. In der Bar gönnen wir uns vor dem schlafen gehen einen Pastis.

 

Korsika Fähre Corsica Ferries Korsika Fähre Corsica Ferries Mega Express 5 Kabine

 

Am nächsten Morgen stehen wir sehr früh auf. Wir möchten sehen wie wir auf Korsika zufahren. Auf Deck schlafen noch die meisten, eingehüllt in ihr Schlafsäcke. Die Sonne ist bereits aufgegangen. Am Horizont ist erst noch nichts zu sehen. Wenn man aber genauer hinschaut, glaubt man die Umrisse Korsikas erahnen zu können. Der Duft der Macchia strömt uns bereits entgegen. Und tatsächlich, langsam hebt sich ein Gebirge vom Horizont ab. Je näher wir darauf zufahren, desto mehr entdeckt man. Ein kleines Dorf, eher ein Weiler, krallt sich an die Hügel. Auf der kleinen, Korsika vorgelagerten Insel la Giraglia, thront stolz ein kleiner Leuchtturm. So fahren wir dem Cap Corse entlang südwärts. Auf Backbord sehen wir die Insel Capraja, welche im Mai 1767 von den Korsen erobert wurde. Wenn man genau hinschaut, entdeckt man an der Küste des Cap Corse einige Wachtürme aus der Zeit, als noch die Genuesen Korsika beherrschten. Beugt man sich ein wenig über die von Salzkrusten überdeckte Reling, so sieht man in der Ferne eine grosse (auf jeden Fall für korsische Verhältnisse) Stadt: Bastia, die Stadt des Barocks, wo wir die zauberhafte und wildromantische Insel betreten werden. Doch bis dahin dauert es, mit einer Geschwindigkeit von rund 30 Stundenkilometern noch ein Weilchen.
Wir haben genug Zeit, im Restaurant einen Kaffee zu trinken und nehmen dazu noch einen Brioche. Immer mehr Leute kommen, um ebenfalls zu frühstücken, wird man doch von der Besatzung mit heftigem Klopfen an die Kabinentür geweckt.
Dann aber, wenn wieder Rossinis Ouvertüre ertönt, zirkelt das Schiff zwischen den zwei kleinen Leuchttürmen, die die Einfahrt in den Hafen kennzeichnen hindurch ins Bassin Saint-Nicolas, dem neuen Hafen Bastias. Ganz langsam nur, denn schliesslich gilt es, eine ungeheure Masse im reibungslosen Wasser zu bremsen und sicher anzulegen. Eine blecherne Frauenstimme aus den Lautsprechern fordert alle Passagiere auf, sich in die Garage zu begeben, bedankt sich für das entgegengebrachte Vertrauen und wünscht einen angenehmen Aufenthalt. Die Matrosen lassen die armdicken Schiffstaue hinunter, welche von den Hafenangestellten um die massiven Eisenpflöcke gelegt werden.
Korsika Fähre Auto GarageUnten in der Garage kämpfen sich die Passagiere zu ihren Autos durch, sofern sie es überhaupt schon gefunden haben. Sind wir auf der richtigen Etage? Wo ist hier der Bug und wo das Heck? Hat man sein Auto schliesslich entdeckt, irgendwo, vielleicht nur die Koffer auf dem Dach erkannt, so ist das erst ein kleiner Erfolg. Erst muss man sich noch einen Weg dorthin suchen und das geht meist nur, indem man über Stosstangen steigt, die sich um Haaresbreite berühren, Rückspiegel anderer Fahrzeuge einklappt und sich so irgendwie durchkämpft. Endlich beim Auto angelangt, folgt auch noch die dritte Schwierigkeit: das Einsteigen. Vorsichtig, darauf bedacht, dem Nachbarn nicht die Wagentür ans Auto zu schlagen, öffnet man die Tür, mehr als einen Spalt aber geht es aber kaum. All dieser Mühe kommt die Hitze, der Gestank und der fast unerträgliche Lärm im Schiffsrumpf nicht gerade entgegen. So zwängt man sich ins Auto. Die ganze Erholung auf der romantischen Überfahrt ist verflogen, zumindest für den Moment, doch das gehört einfach zu einer Schiffspassage! Nun beginnt die Warterei, bis sich, endlich, die Klappe öffnet und einen erlösenden Sonnenstrahl in den Bauch des Schiffes lässt. Aufatmen. Zuerst dürfen die Fussgänger nach draussen, jeder will der erste sein. Dass niemand den Hafenboden küsst, ist schon fast verwunderlich. Dann speit die Fähre eine gewaltige Blechlawine aus. Grosse Autos, kleine Autos, Autos mit Anhängern oder Wohnwagen, Wohnmobile, Motorräder, Cars und Lastwagen; was da nicht alles Platz hat.
Doch nun sind wir da. Wir blicken nochmals zurück auf die Fähre. Die stolze Corsica Victoria wird uns in vier Wochen wieder nach Hause bringen. Doch wollen wir noch nicht an die Heimreise denken. Entdecken wir die rauen Schönheiten, die unglaubliche Vielfalt des Gebirges im Meer: Korsika.

 

 

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