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Balagne

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Meine Camping-Tipps für die Balagne

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Meine Ferienwohnungs-Tipps für die Balagne

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Die Balagne ist ein fruchtbares und hügeliges Gebiet zwischen der Küste und dem Bergland und wird auch 'Garten Korsikas' genannt. Auf den Hügeln wachsen Oliven, Orangen, Clementinen und Wein, aber auch Kastanien fehlen nicht. Die Erzeugnisse brachten der Balagne einst grossen Reichtum. Verstreut in der Landschaft thronen zahlreiche kleine Dörfer auf den Hügelkuppen. Im Hintergrund ragt die grandiose Gebirgslandschaft bis in Höhen von über 2000 Meter.

Heute ist die Balagne mit den Städten Calvi, Ile-Rousse und Algajola eine der beliebtesten Urlaubsregionen Korsikas. Fähren legen hier an und auch ein Flughafen ist vorhanden. Die touristische Infrastruktur lässt keine Wünsche offen.

 

 


Die Balagne auf einer größeren Karte anzeigen

 

Karte Balagne

Karte Balagne

 

Diese Karte ist ein Ausschnitt aus der Karte 'world mapping project Korsika'. (c) REISE KNOW-HOW Verlag Peter Rump Gmbh

 

Die Balagne kann man aufgrund seiner Topografie gut in zwei Teile gliedern: Einerseits die östliche Balagne mit dem Hauptort Ile-Rousse und andererseites die westliche Balagne mit Calvi als Hauptstadt. Die beiden Gebiete werden von einem Hügelzug getrennt, der sich in etwa vom Monte Grossu über das Capu di Bestia, die Bocca di Salvi bis zum Capu d'Occi erstreckt.

Die östliche Balagne

Korsika Balagne Ile-RousseL'Ile-Rousse (Isula Rossa / Paoliville) wurde 1758 von Pasquale Paoli gegründet, um den Einfluss der genuatreuen Städte Calvi und Algajola zu mindern. Die ersten Pläne der Stadt sind im Museum von Paoli in Morosaglia (Castagniccia) zu sehen.

Der kleinen Ile de la Pietra hat der Ort den Namen zu verdanken, leuchtet sie bei Sonnenuntergang doch herrlich rot. Schon seit langem ist die Insel, die bereits im 6. Jahrtausend v. Chr. besiedelt war, durch ein Damm mit dem Festland verbunden. Auch die Römer hatten hier eine kleine Handelssiedlung. Auf der Halbinsel steht ein etwas seltsamer Genueserturm und, ganz zuoberst, ein weisser Leuchtturm, der 1857 erbaut worden ist. Vor allem bei Sonnenuntergang lassen sich hier romantische Momente verbringen.

Korsika Balagne Ile-RousseDirekt vor der Stadt erstreckt sich ein herrlich weisser Sandstrand. Weitere Strände findet man im Westen und auch im Osten der Stadt. Mit dem Zug, der zur Saison im Stundentakt zwischen Ile-Rousse und Calvi hin und her pendelt, erreicht man viele der Strände auch ohne eigenes Fahrzeug.

In Ile-Rousse und auch drum herum gibt es viele Hotels, Ferienanlagen und -häuser aber nur wenige Campingplätze. Die Einwohnerzahl beträgt im Winter lediglich 2750, in der Hochsaison aber wird diese Zahl fast verzehnfacht. Die Stadt scheint dann aus allen Nähten zu platzen.

Zentrum von Ile-Rousse ist die Place Paoli, auf der, wie könnte es anders sein, der Stadtgründer persönlich umrahmt von vier Palmen über das rege Treiben wacht. Unter den Platanen sitzt es sich angenehm. In der überdachten Markthalle kann man jeden Morgen eine Vielzahl korsischer Produkte kaufen: Charcuterie, Honig, Käse und allerlei andere Köstlichkeiten werden angeboten.

Geht man durch die Rue Notre Dame, kommt man am Restaurant L'Escale vorbei, das wir wärmstens empfehlen können. Noch etwas weiter und man erblickt auf der linken Seite einen Genuesenturm.

 

 

4 km westlich von Ile-Rousse an der N197 liegt der im Frühling 2005 eröffnete Parc de Saleccia, in dem eine Vielzahl an Pflanzen des Mittelmeerraums gezeigt werden. Leider gibt es noch keine Erklärungen in deutscher Sprache. Öffnungszeiten: 4. April bis 12. Oktober 9.30 - 19.00, Montag- und Samstagmorgen geschlossen. Juli und August täglich von 10 - 19.30 Uhr. Eintritt: 8.50 € (Kinder: 6.50€)

 

Rundfahrt durch die östliche Balagne

Von Ile-Rousse aus fährt man auf der N197 ostwärts bis Lozari (tolle Badebucht!), folgt aber nicht der Hauptsrasse, welche ab hier N1197 heisst, sondern biegt rechts ab und bleibt somit auf der N197. Diese war früher die wichtigste Strasse in die Balagne und stellte die Verbindung zu Bastia und Corte dar. Durch den Bau der neuen Nationalstrasse, der N1197, die weiter östlich fast schnurgerade durch das Ostriconi-Tal führt, verlor die alte Strasse an Bedeutung. Sie ist aber überaus reizvoll und wer die Strecke kennen lernen möchte, der soll ab Lozari erst auf der N1197 bleiben und kurz vor Ponte-Leccia auf die N197 abbiegen und auf dieser nach Belgodère fahren.

 

Korsika Balagne BelgodereBelgodère liegt am Hang auf rund 300 m über Meer. Vom Aussichtspunkt, der auf einer kleinen Anhöhe liegt, hat man eine schöne Aussicht über die Ebene, die vom Reginu durchflossen wird. Der Stausee von Reginu wurde anfangs der 80er-Jahre gebaut. Er dient nicht der Stromerzeugung sondern der Bewässerung der Felder und Plantagen der Region. Der Dorfname bedeutet so viel wie "schöner Aufenthalt"und diesen hat man wirklich, wenn man sich in eines der Lokale gegenüber der Barockkirche St-Thomas setzt. An der D197 sieht man noch die Ruinen eines Klosters.

 

Weiter gehts auf der D71 Richtung Speloncato. Die Strasse führt unterhalb des Ortes Occhiatana durch. Dies ist in der Balagne häufig der Fall. Selten führt die Hauptstasse direkt durch den Ort. Auch an Costa und Ville-di-Paraso fährt man vorbei. Der Abstecher nach Speloncato ist aber ein Muss. Etwas vor Speloncato verzweigt sich die Strasse in drei Richtungen. Hier wählt man die D63, die über zwei Kehren direkt in den Ort führen.

 

Korsika Balagne SpeloncatoSpeloncato ist sehr schön gelegen und es lohnt sich, durch die Gassen zu schlendern. Am Abend machen die Kleinen den Dorfplatz mit ihren Dreirädern unsicher und auf dem Brunnenrand sitzt die älteste Generation. Sehr empfehlenswert ist ein Abstecher auf die Bocca di a Battaglia, ein 1101 m hoher Pass, von welchem aus man eine herrliche Weitsicht geniesst. Die knapp 600 Höhenmeter legt man in nur 6.5 km zurück. Schon unterwegs hat man einen tollen Blick auf Speloncato. Von der Passhöhe aus reicht die Sicht gelegentlich bis zum französischen Festland. Ist dieses nicht zu sehen, so breitet sich zumindest ein grosser Teil der östlichen Balagne unter einem aus. Hier starten Gleitschirm- und Deltapiloten zu Flügen bis hinunter in die Ebene. Würde man hinter dem Pass ins Tartaigne-Tal hinunterfahren, käme man in eine touristisch kaum erschlossene Region, in der man mehrere genuesische Brücken erwandern könnte.

 

Zurück in Speloncato erreicht man über die D663 wieder die D71. Auch nach Nesso führt wieder ein Abzweiger.

 

Schliesslich erreicht man Feliceto. Hier können zwei genuesische Brücken besichtigt werden, die beide kaum bekannt sind: Fiscione und Reginu. Wer aus Zeitgründen nur eine besuchen möchte, sollte sich für Reginu entscheiden. Genuesische Brücken sind in der Balagne übrigens sehr rar.

Korsika Balagne FelicetoFiscione: Dafür biegt man im Dorfzentrum rechts Richtung Kirche ab, fährt so zwischen der Kappelle und der Kirche hindurch. Anschliessend umrundet man die Kirche und biegt danach scharf nach rechts ab (links Sackgasse). Das enge Strässchen führt steil abwärts und endet abrupt bei der Kapelle San Rocca, wo man das Auto abstellt. Genau unterhalb befindet sich eine Kläranlage. Links der Kapelle führt der Weg hinunter zur Brücke. Der Bach darunter ist aber meist ausgetrocknet. Fast spannender als die Brücke selbst ist die ruinierte Bergerie, die zahlreichen Mauern und der alte befestigte Weg auf der anderen Seite des Baches. Es ist auf jeden Fall lohnenswert dem Weg einige Schritte zu folgen. Nach mehreren Kehren entdeckt man auf der linken Seite ein rechteckiges Gebäude mit einer schönen Gewölbedecke.

Reginu befindet sich weiter unterhalb von Feliceto. Bei ihr könnte man sogar ein Bad nehmen. Das Becken darunter ist tief genug zum Schwimmen und Hineinspringen, aber etwas dunkel. Von Feliceto aus verlässt man das Dorf Richtung Muro auf der D71 und biegt rund 500 m nach dem Ortsausgang rechts auf die D213 ab. Dieser folgt man knappe zwei Kilometer und biegt danach nochmals nach rechts auf die D13 ab. Nach ca. 500 m fährt man um eine enge Rechtskurve und folgt dem Strassenverlauf nochmals einen guten Kilometer, ehe man das Auto in einer Linkskurve abstellt. Das Parken ist allerdings etwas schwierig, da es nicht viel Platz gibt. Genau in der Kurve führt eine Piste weg, welcher man folgt. Gleich darauf kommt von rechts eine weitere Piste hinzu (Vorsicht beim Rückweg!). Auf beiden Seiten des Wegs stehen Mauern. Die Linke davon hält eine Horde Schweine im Zaun. Nach etwa 350 m erblickt man die Brücke bereits links unterhalb.

In Feliceto kann eine Glasbläserei besucht werden.

 

Von Feliceto gehts weiter über Muro und Avapessa nach Cateri. Hier führen die Strassen in alle möglichen Richtungen. Möchte man in der östlichen Balagne bleiben, fährt man Richtung Ile-Rousse und biegt weniger als einen Kilometer nachher rechts auf die D413 nach Sant' Antonino ab. Die Strasse endet bei einem grossen Parkplatz

 

Sant'Antonino liegt wie ein Adlerhorst zuoberst auf einem Hügel in über 450 m Höhe. Im Film "L'enquête Corse" dient der Ort als "Rossignioli" als typisches korsisches Bergdorf. Vom grossen Parkplatz bei der Kirche (2 Euro, ansonsten ist die Zufahrt nur für Anwohner gestattet) kann man auf dem Rücken eines Esels durch das Dorf reiten. Man kann diesen aber auch selbst unter die Füsse nehmen. Durch enge Gassen gelangt man auf eine kleine Aussichtsterrasse mit tollem Rundblick über die Balagne bis hinunter zur Küste.

 

Fährt man die gleiche Strasse zurück Richtung Cateri, biegt man auf die D151 Richtung Aregno ab. Hier steht eine Kirche, die jener in Murato (siehe Nebbio) sehr nahe kommt, aber keinen Glockenturm besitzt. Die Eglise de la Trinità (Dreifaltigkeitskirche) wurde im 12. Jahrhundert erbaut und befindet sich innerhalb des Friedhofs. Sie ist ebenfalls schwarz-weiss gemustert. Die Westfassade mit dem Eingang, der bei unseren Besuchen aber immer verschlossen war, weist schöne Reliefs und Skulpturen auf. Im Inneren sollen sich Fresken aus dem 15. Jahrhundert befinden. Gesehen haben wir sie leider noch nie...

 

Weiter geht's immer noch auf der D151 nach Pigna.

 

In Pigna haben sich viele Künstler niedergelassen. Schon von weitem macht das Dorf mit den vielen blauen Fensterläden einen freundlichen Eindruck. Schlendert man durch die Gassen, so entdeckt man Töpfereien, einen Pfeifenschnitzer, Restaurateure von Musikinstrumenten. Pigna ist das Zentrum der CORSICADA, welche in den 60er Jahren von Tony Casalonga ins Leben gerufen wurde. Diese Gesellschaft hat zum Ziel, das alte Handwerk neu zu beleben und die Tradition und die Volkskunst zu erhalten. In mehreren kleinen Läden werden Spezialitäten wie Honig, Marmelade, Olivenöl und Charcuterie zum Kauf angeboten.

 

2.5 km nach Pigna erreicht man Corbara, das wegen seines Klosters bekannt ist. Wer dieses sehen möchte, biegt bereits vor dem Ort rechts ab (ausgeschildert). Das Kloster wurde im 15. Jahrhundert von Franziskanern erbaut, während der französischen Revolution zerstört und 1856 von den Dominikanern wieder aufgebaut.

Einst war Corbara Hauptort der Balagne, dann wurde Paoliville (L'ILe-Rousse) gegründet und der Ort verlor an Bedeutung. Malerisch ist er aber immer noch. Ein Spaziergang durch die engen Gassen tut am Ende der Tour durch die östliche Balagne sicher gut.

Oberhalb des Ortes stösst man auf die Ruinen des Castel de Corbara, das einst der einflussreichen Familie Savelli gehörte. Die Aussicht auf die Küste ist herrlich.

Im Ort gibt es zwei Museen, die wir leider noch nicht besichtigt haben.

 

Korsika Balagne AlgajolaVon Corbara aus fährt man entweder auf der D151 wieder an die Küste bis nach L'Ile-Rousse oder aber man verlängert die Rundreise noch über Santa-Reparata-di-Balagne und fährt auf diesem Weg zurück.

 

Algajola wird von der N197 umfahren. Das kleine Städtchen weist noch Reste von Festungsmauern auf, die davon zeugen, dass die Genuesen hier einen Stützpunkt aufrechterhielten. Zuvor waren bereits die Phönizier, Griechen und Etrusker hier. Damals hiess der Handelsstützpunkt Argha. Die Festung ist leider in Privatbesitz und nicht zugänglich. Algajola grenzt an den schönen Strand von Aregno, verfügt über Campingplätze, Hotels und auch über einen Bahnhof.

Rundfahrt durch die westliche Balagne

Korsika Balagne LumioVon Calvi aus fährt man auf der N197 Richtung Ile-Rousse. Am Hang auf der anderen Seite des Golfs von Calvi liegt Lumio, wo man das Auto auf dem öffentlichen Parkplatz vor dem Hotel Chez Charles abstellt. Hier beginnt die Wanderung zum verlassenen Dorf Occi, die man auf keinen Fall auslassen sollte. Es liegt auf einer kleinen Ebene oberhalb von Lumio und ist nur zu Fuss zu erreichen. Der letzte Einwohner starb 1927, seither zerfallen die Häuser. Die Aussicht auf den Golf von Calvi ist wunderbar. Man benötigt für den schwarz und orange markierten Aufstieg eine halbe Stunde.Korsika verlassenes Dorf Occi

Etwas unterhalb von Lumio zweigt von der N197 ein Strässchen zur Domaine de Culombu ab, wo ein guter Rotwein probiert werden kann. Auf dem Weg dorthin kommt man an einem Friedhof vorbei, in dem die romanische Kapelle San Petru e San Paolo steht. Sie stammt aus der 2. Hälfte des 11. Jahrhunderts, ist einschiffig und zeigt beim Eingang zwei Löwenköpfe mit Reisszähnen und herausgestreckter Zunge. Auch der Rest der Kapelle weist reiche Verzierungen auf.

Von Lumio aus fährt man kurz auf der N197 weiter Richtung Ile-Rousse, biegt aber gleich nach dem Ortsausgang auf die D71 Richtung Lavatoggio ab. Man durchquert den Ort und kommt bei Cateri an eine Kreuzung, wo vier Strassen aufeinandertreffen (siehe östliche Balagne). Hier biegt man auf die D151 nach Montegrossu und Calenzana ab. So erreicht man den Col de Salvi (509 m). Von hier führt die Panoramastrasse südwärts. Man hat einen schönen Blick auf die westliche Balagne. Gleich unterhalb der Strasse, etwas über 2 km nach dem Pass, befindet sich ein Startplatz für Gleitschirmpiloten. Mit der Firma Altore kann man ab hier schöne Passagierflüge unternehmen. Kurz vor Montemaggiore zweigt in einer starken Rechtskurve linkerhand ein Strässchen zum Friedhof mit der romansichen Kirche San Raineru ab. Sie weist wie jene in Murato oder Aregno eine polychrome Fassade auf, allerdings weniger schön wie die erstgenannten.

Korsika Balagne MontemaggioreMontemaggiore liegt sehr schön auf einem auf drei Seiten steil abfallenden Hügelzug. Vom Vorplatz der Dorfkirche aus reicht der Blick bis nach Calvi. Man kann hier durch die Gässchen schlendern.

Weiter gehts immer noch auf der D151, die nach Lunghignano führt. Kurz vor diesem Ort liegt gleich an der Strasse eine restaurierte Ölmühle. Hier werden verschiedene Olivenöle und weitere Produkte zur Verkostung und zum Verkauf angeboten. Mit etwas Glück kann man im Frühjahr nach der Olivenernte mit ansehen, wie Georges, der Esel, den schweren Mühlstein antreibt. Ansonsten wird in der Mühle eine DVD gezeigt (Französisch oder Englisch), auf der die Produktion des eigenen Olivenöls sehr schön dokumentiert ist. Geöffnet: April bis Oktober.

Am Ort Lunghignano selbst führt die Strasse unterhalb vorbei und an Cassano oberhalb. Kurz darauf erreicht man Zilia. Von hier stammt das gleichnamige Mineralwasser, das man auf der ganzen Insel mit oder auch ohne Kohlensäure kaufen kann.

Auf dem Weg nach Calenzana gelangt man zum ehemaligen Kloster d'Alzi Pratu. Der gleichnamige Wein ist hervorragend.

Etwa 1 km vor Calenzana liegt rechterhand die Kapelle Sainte-Restitude. Sie wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder umgebaut. Sie ist der Märtyrerin Sainte-Restitude gewidmet, die 303 unter Kaiser Diokletian enthauptet wurde. Auf Umwegen gelangten die Reliquien nach Calvi. Die Kirche ist normalerweise verschlossen. In ihrem Inneren ist ein Altar aus dem 4. Jahrhundert zu sehen sowie ein Fresko, welches die Enthauptung der Sainte-Restitude und ihren Gefolgsleuten darstellt. In der Krypta steht der Sarkophag aus Carrara-Marmor, den man erst im Jahre 1951 entdeckte. In der Sakristei der Kirche steht die Menhirstatue von Luzzipeu (auch: Urtacciu). Es handelt sich dabei um die einzige bisher bekannte Menhirstatue der Balagne. Sie ist 2.4 m hoch, besteht aus Granit und zeigt ein etwas stark verwittertes Gesicht mit mächtigem Kinn (Bart?), Schultern und angedeutete Wirbelsäule. Man kann durch das Fenster einen Blick auf die Statue werfen.

 

 

Calenzana ist einer der grössten Orte im Hinterland der Balagne. Hier beginnt - oder endet - der berühmte Fernwanderweg GR20, der die Insel in 15 Etappen durchquert. Die Barockkirche Saint-Blaise stammt aus dem 17. Jahrhundert. Der Glockenturm wurde zwischen 1870 und 1875 errichtet. Davor kann man den Boule-Spielern zuschauen. Bei der Kirche befindet sich der Friedhof der Deutschen, Campu Santu di i Tedeschi, die hier im Jahre 1732 ihr Leben liessen. Genua bat den habsburgischen Kaiser Karl VI. um militärische Hilfe, da die Korsen sich auf der ganzen Insel immer heftiger gegen die genuesische Besatzung zu wehren begannen. Dieser sandte ein Heer von 8000 deutschen Söldnern gen Süden. Im Januar 1732 sollte Calenzana angegriffen werden. Als die Soldaten bereits in den Gassen Calenzanas waren, warfen die Leute Bienenstöcke aus den Fenstern der oberen Stockwerke hinuntern. Die aufgeschreckten Bienen stachen daraufhin auf die Söldner ein und es war danach leichtes Spiel, sie zu töten. 500 Soldaten fanden so den Tod in der Fremde.

Von Calenzana aus fährt man auf der D51 über Moncale und die Bocca di Neraghia zur D251, die entlang des Figarella-Baches in den Wald von Bonifato (Forêt de Bonifatu) führt. Sie endet an einem grossen Parkplatz, der aus mehreren Terrassen besteht. Folgt man dem Weg hinunter zum Bachbett, findet man bei der Hängebrücke kleine Badebecken.

Hat man sich genügend abgekühlt, fährt man erst wieder auf der D251 und danach auf der D81 vorbei am Flughafen zurück nach Calvi.

 

 

 

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