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Von Calvi nach Galéria mit Fangotal

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Die Strecke von Calvi nach Porto zählt zu den schönsten ganz Korsikas. Wer sich einen Teil der zahlreichen Kurven sparen möchte, kann den ersten Abschnitt bis nach Galéria über das Hinterland - vorbei am Flughafen von Calvi - abkürzen. Auf der Küstenstrasse benötigt man mit rund eineinhalb Stunden etwa drei Mal länger. Die Strecke ist aber sehr lohnenswert und am Strand von Crovani kann man sich an einem der schönsten Kiesstrände Korsikas entspannen.

 

 


Die Region zwischen Calvi und Galéria auf einer größeren Karte anzeigen

 

Karte Calvi - Galéria

Karte Calvi - Galéria

 

Diese Karte ist ein Ausschnitt aus der Karte 'world mapping project Korsika'. (c) REISE KNOW-HOW Verlag Peter Rump Gmbh

 

Die schnelle Variante nach Galéria:

Nur gerade eine gute halbe Stunde benötigt man übers Hinterland, durch die sogenannte Balagne déserte. Man fährt auf der N197 Richtung Ile-Rousse und biegt dann im Kreisverkehr auf die D81 Richtung Flughafen St-Cathérine ab. An diesem fährt man vorbei und nach weiteren 4.5 km biegt man, auf der D81 bleibend, nach rechts ab. Man überquert die 443 m hohe Bocca di Marsolinu und fährt danach durchs einsame Marsolino-Tal zum Fango, wo die beiden Varianten wieder zusammentreffen.

 

 

Die wilde Variante nach Galéria:

Korsika Calvi Galéria Westküste StrasseEntlang der Küste benötigt man mit einer Stunde reinen Fahrzeit gleich doppel so lange wie über den Flughafen. Die Strecke ist dafür viel schöner, abwechslungsreicher und interessanter. Auch der Zustand der Strasse ist nicht mehr so schlimm wie auch schon.

Vom Parkplatz bei der Zitadelle fährt man auf der D81b in westlicher Richtung. Schon nach 4 km lohnt sich der erste Abstecher:

Man biegt links auf ein schmales Strässchen ab, welches, vorbei an schönen Tafoni-Felsen, zur Kapelle Notre Dame de la Serra führt. Korsika Calvi Notre Dame de la SerraDoch die Kapelle selbst ist nicht der Grund für den Abstecher, denn von hier oben hat man ein sensationelles Panorama! Man erblickt den ganzen Golf von Calvi, die Stadt und im Hintergrund die ersten Zweitausender.

Das Strässchen auf die Halbinsel von Revellata mit seinem Leuchtturm darf nicht befahren werden. Von Calvi aus fahren Ausflugsboote hierher. Sehr lohnenswert ist die Grotte des Veaux Marins, die rund 200 m lang und 25 m hoch ist.

Während der kommenden kurvenreichen Kilometern hat man immer wieder tolle Ausblicke auf die Küste. Auf einem Hügel stehen zehn Windkraftwerke. Schliesslich erreicht man die Bucht von Crovani. Hier lohnt sich ein Halt am Strand, denn die Steine dieses wunderschönen Kiesstrandes sind glatt geschliffen und haben alle möglichen Farben. Am Südende der Bucht liegt der Campingplatz Morsetta. Etwas im Hinterland wurde bis zum ersten Weltkrieg Silber abgebaut. Die Überreste der Anlagen sind noch vorhanden.

11 km weiter trifft die D81b auf die D81 und gleich darauf überquert man den Fango-Fluss, der hier sehr breit ist. Wegen der vielen Steine im Flussbett ist das Wasser kaum zu sehen.

Korsika Strand Crovani

Danach, beim improvisierten Tourismus-Büro, teilt sich die Strasse. Rechts gehts zum Ort Galéria, links Richtung Porto oder das Fango-Tal hinauf.

 

Galéria ist ein ruhiges Nest, das abseits der grossen Touristenströmen nur in der Hochsaison aus dem Winterschlaf erwacht. Viele, die von Calvi nach Porto oder umgekehrt fahren, lassen Galéria links - oder rechts - liegen.

Galéria liegt im gleichnamigen Golf und verfügt über einen schönen Kiesstrand. Das eigentliche Dorf liegt ewas zurückversetzt. In der Bucht liegen kleine Boote vor Anker. Einen weiteren Strand findet man an der Fango-Mündung. Dort hat sich der Fango hinter der Düne zu einem kleinen See aufgestaut. In der Saison kann man dort Kajaks mieten und so das Naturreservat erkunden. Südlich des Strandes steht auf einem kleinen Hügel ein Genueserturm.

Korsika Galeria StrandWer aber im Urlaub gerne seine Ruhe hat, der ist in Galéria gut aufgehoben. Sehr empfehlenswert ist die Résidence de la Punta, die im oberen Teil des Dorfes liegt und über einen Pool verfügt. Wer die Ruhe satt hat, erreicht das quirlige Calvi über die D81, wie oben gelesen, schnell. In Galéria gibt es einige kleine Hotels, einige Restaurants und einen kleinen Supermarkt.

Eine lohnenswerte Wanderung führt auf den Hausberg Galérias, das Capu Tondu (839 m), von wo aus man einen herrlichen Blick auf den ganzen Golf und das untere Fangotal hat.

 

Korsika Fango GumpeIm Fangotal findet man zahlreiche schöne Badestellen. Der Fluss mit dem glasklaren Wasser und den farbigen, rund geschliffenen Steinen entspringt an der markanten Paglia Orba, die sich majestätisch im Hintergrund des Tals erhebt. Rechts davon erkennt man sogar das Loch im Capo Tafunato. Das kristallklare Wasser bildet überall grössere und kleinere Becken. Einige sind so tief, dass man problemlos von den Felsen hineinspringen kann. Da die Strasse meist nicht weit entfernt vom Fluss verläuft, sind die Badestellen sehr bequem errichbar. Sehr lohnenswert und leicht zu bewältigen ist eine Flusswanderung. Mehr Infos zum Baden in den Gumpen des Fango findet man hier.

 

 

Nach Galéria überquert man auf der hier neu ausgebauten Strasse nacheinander die Pässe Col de Palmarella und Col de la Croix. Der Blick schweift in die Weite und man erblickt das Naturreservat von Scandola, eine rötliche Halbinsel, und davor das für Autos unerreichbare Girolata. Ein Wanderweg führt in knapp zwei Stunden zu diesem Dorf.

 

 

 

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