Korsika - ein Paradies im Mittelmeer Français  

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Korsikas Ostküste - von Bastia bis zur Bucht von Fautea

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Die Ostküste von KorsikaDie Ostküste hat leider seit Jahrzehnten einen schlechten Ruf und sie wird diesen zu Unrecht nur langsam los. Viele Reiseführer schreiben über langweilige Landschaften, eintönige Ebenen und trostlose Dörfer. Doch die Ostküste hat viel zu bieten! Allerdings offenbart sich ihre Schönheit nur jenen, die sich die Zeit nehmen, sie zu erkunden und kennen zu lernen. Dafür muss man die kurvenarme N198 oft verlassen. Die Ostküste wartet mit einem über 80 km langen und sehr kinderfreundlichen Sandstrand auf. Dieser beginnt südlich von Bastia und zieht sich hinunter bis nach Solenzara! Unterbrochen wird er nur einmal durch den Jachthafen von Campoloro. An der Ostküste findet man zahlreiche Ferienanlagen und Campingplätze mit direktem Meeranstoss, was auf der Westseite eher selten anzutreffen ist. Hinter dem Küstengebiet breiten sich grosse Weinberge, Obstplantagen und Felder aus. An die Ostabhänge der Hügel krallen sich schöne Bergdörfer, von denen aus man tolle Ausblicke auf die fruchtbare Ebene hat. Auch kulturell hat die Ostküste Korsikas einiges zu bieten. So findet man in Aléria und auch in Mariana die Überreste zweier grossen römischen Siedlungen. Daneben gibt es eine romanische Kathedrale und einige Kapellen zu sehen. Man kann an der Ostküste schöne Wanderungen unternehmen und in den Gumpen einiger Flüsse ein herrliches Bad nehmen. Für Familien, die ihren Urlaub in erster Linie am Strand verbringen, aber auf gelegentliche Tagesausflüge nicht verzichten möchten, ist die Ostküste die Ferienregion Korsikas!

 

 


Die Ostküste Korsikas auf einer größeren Karte anzeigen

Die Stadt Bastia

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Karte Ostküste Nord

Karte Ostküste Korsika Nord

 

Diese Karte ist ein Ausschnitt aus der Karte 'world mapping project Korsika'. (c) REISE KNOW-HOW Verlag Peter Rump Gmbh

Umgebung südlich von Bastia

Eine schöne Aussicht auf die Stadt Bastia, die nördliche Ostküstenebene und die Inseln des toskanischen Archipels geniesst man von der Serra die Pigno. Dieser Abstecher wird im Kapitel Cap Corse beschrieben.

 

Südlich von Bastia liegt der Etang de Biguglia, der es trotz einer Fläche von über 1700 Hektaren nur auf eine Tiefe von 1 m bringt. Zahlreiche Vögel legen hier während ihrer Reise in den Süden eine Rast ein. Andere bleiben den Winter über gleich da.

 

Korsika SC Bastia Stade Armand CesariFährt man von Bastia aus auf der N193 Richtung Ajaccio, erreicht man 4.5 km nach dem Tunnel unter dem alten Hafen einen Kreisverkehr. Hier liegt auch das Fussballstadion Stade Armand Cesari, in welchem der SC Bastia seine Heimspiele austrägt. Es umfasst 10'460 Plätze. Am 5. Mai 1992 kam es hier während des Pokal-Halbfinals zwischen dem Zweitligisten Bastia und dem berühmten Olympique Marseille zum Drama von Furiani. Aufgrund der Wichtigkeit des Spiels wurde beschlossen, eine zusätzliche Stahlrohrtribüne für 9000 Zuschauer zu errichten. Noch vor Anpfiff stürzte ein Teil dieser Tribüne ein und riss 17 Menschen in den Tod. 2350 Fans wurden verletzt. Der französische Pokal-Wettbewerb 1991/92 wurde daraufhin abgebrochen.

 

Im Kreisverkehr nimmt man die letzte Ausfahrt und gelangt so auf die D107, welche den Etang umrundet. Auf der Karte mag das Stück ja vielversprechend sein. Allzu viel erwarten sollte man aber nicht.

 

Bevor man aber den Etang de Biguglia umrundet, sollte man, gleich nachdem man die Bahnlinie überquert hat, rechts abbiegen und die Bierbrauerei, welche das bekannte Kastanienbier Pietra herstellt, besuchen. Die Bierbraukunst schaut auf Korsika auf eine kurze Geschichte zurück, denn erst im Jahre 1995 begann man mit der Produktion des ersten korsischen Bieres, dem Pietra. Dieses dunkle Bier wird mit Kastanien gebraut. Mittlerweile hat es sich auf der Insel gut etabliert und ist in praktisch jedem Lokal zu haben. Die Pietra-Familie wurde wenige Jahre später ergänzt mit einem Weizenbier mit Macchia-Kräutern (Colomba) und einem blonden Bier (Serena). Führungen finden ausschliesslich in den Monaten Juli und August (9 - 12 und 14 - 17.30 Uhr) in französischer Sprache statt. Unbedingt lohnenswert ist der Besuch aber nicht, sieht man einmal von der anschliessenden, grosszügigen Degustation ab. Auch können hier Gläser, T-Shirts und Sonnenschirme im Pietra-, Colomba- oder Serena-Look gekauft werden.

 

Auf der D107 überquert man bald die einzige Verbindung zwischen dem Etang de Biguglia und dem Meer. Hinter der Rechtskurve befindet sich ein Parkplatz, von wo aus man bequem zum nördlichsten Teil des Strandes, dem Lido de la Marana, gelangt. 2 km südlich davon führt die Strasse direkt oberhalb des Strandes durch. Viel bequemer kann man es nicht haben. Der Nachteil: Der Strand ist hier entsprechend gut besucht. Hinzu kommt noch, dass dies für lange Zeit der letzte öffentliche Strandzugang ist. Die Strasse führt danach immer nahe am Etang vorbei und verfügt sogar über einen Rad- und Gehweg. Zwischen der Strasse und dem Strand liegen Ferienanlagen und der Camping San Damiano, wo man sich auf Spätankömmlinge eingestellt hat. Selbst wenn die Fähre erst um Mitternacht in Bastia ankommt, findet man auf diesem Campingplatz noch Einlass. Zumindest in der Saison. Ausserhalb der Saison sollte man seine Ankunft vorher telefonisch ankünden. Weiter südlich fährt man an einem Hochseilgarten vorbei.

 

Nach insgesamt 15 km auf der D107 erreicht man eine Kreuzung. Links gehts an den Strand von Pineto und rechts Richtung N193.

 

Korsika La CanonicaBald erreicht man die romanische Kathedrale La Canonica. Es ist nicht schwer zu erraten, was hier zuerst stand, die Strasse oder die Kirche. Die dreischiffige Kathedrale stammt aus dem 12. Jahrhundert. Sie ist grösstenteils schmucklos. Nur der Halbkreisbogen oberhalb des Haupteingangs ist mit Tierreliefs geschmückt. Einige geometrische Verzierungen findet man an der Südfassade. Die Kirche ist in der Regel verschlossen. Zusammen mit der Kathedrale von Nebbio gehört La Canonica mit ihren 35 m Länge zu den bedeutendsten romanischen Bauten Korsikas. Südlich war einst ein Bischofspalast mit Gockenturm angebaut. Die Kathedrale steht auf den Überresten der römischen Stadt Mariana, in der zu Spitzenzeiten über 10'000 Einwohner lebten. Heute ist nur ein winziger Teil dieser Siedlung ausgegraben. Die schönen Mosaike aus dem 4. Jahrhundert, die man im Baptisterium fand, wurden vor ein paar Jahren entfernt. Sie sollen einst im Museum in Bastia ausgestellt werden. Eine Römerstrasse zog sich von Mariana über Aléria entlang der ganzen Ostküste bis nach Bonifacio. Ein Stück davon kann südlich von Ghisonaccia (siehe weiter unten) besichtigt werden.

200 m östlich der Kirche zweigt linkerhand eine Piste zur romanischen Kirche San Parteo ab (350 m). Diese steht mitten im Grünen. Sie wurde in der Mitte des 11. Jahrhunderts gebaut, ist also gut hundert Jahre älter als La Canonica. Besonders reizvoll sind die Löwendarstellungen über dem Südeingang. Die Blendarkaden der Apsis sind verziert mit schönen Kapitellen.

Keine 200 m südlich der Kirche San Parteo schlängelt sich der Golo, Korsikas längster Fluss, durch die nördliche Ostküstenebene dem Meer entgegen.

Die beiden Kirchen befinden sich in der Anflugschneise des Flughafens von Bastia, Poretta. Über die D107 erreicht man bei Crocetta wieder die N193. Wer seine Reise Richtung Süden fortsetzen möchte, biegt nach etwa 1 km auf die D10 ab und erreicht so die Nationalstrasse bei Casamozza.

 

An der vierspurigen N193 südlich von Bastia hat sich die Industiezone ausgebreitet. Man findet hier zwei grosse Supermärkte, Vertreter sämtlicher verbreiteten Automarken und auch grosse Kleider-, Möbel-, und Hausratsgeschäfte.

 

Korsika FurianiDrei Dörfer liegen südlich von Bastia an den Bergabhängen oberhalb der Küstenebene. Es sind dies von Norden gesehen Furiani, Biguglia und Borgo. Das schönste dieser drei Dörfer ist Furiani, wo ein hübscher Wachturm im Zentrum steht, der unter Pasquale Paoli erbaut worden war. Das Glockentürmchen wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts hinzugefügt. Furiani war zur Zeit des Unabhängigkeitskriegs gegen Genua eine wichtige Hochburg. Man erreicht das Dorf vom Kreisverkehr beim Fussballstadion aus über die D364.

 

In Casamozza, einer unschönen Strassensiedlung, teilt sich die Nationalstrasse. Die N193 führt landeinwärts das Golotal hinauf Richtung Ponte-Leccia, Calvi, Corte und Ajaccio. Die N198 führt der Ostküste entlang bis hinunter nach Bonifacio. Der Bahnhof von Casamozza diente bis 2010 als Friedhof für die alten ausgedienten Treibwagen der korsischen Eisenbahn. Hier erlebte man die korsische Eisenbahngeschichte, stammten einige Wagen doch aus den Vierzigerjahren. Im Zuge der Bauten für den Unterhalt des aktuellen Fahrzeugparks wurden diese leider entfernt.

 

Strecke von Casamozza bis Moriani

Auf den Hügeln südlich von Casamozza breitet sich die Casinca aus. Von der Küstenstrasse her erblickt man die schön gelegenen Dörfer Venzolasca, Vescovato und Loreto-di-Casinca. Näheres über diese Region gibt es hier.

 

Die Ostküstenstrasse führt mitten durch die Ebene. Das Meer ist nur selten zu sehen. Wer baden möchte, findet aber alle paar Kilometer Stichstrassen hinunter an den Ostküsten-Strand, der sich von Bastia bis hinunter nach Solenzara erstreckt.

 

10 km nach Casamozza erreicht man Folelli. Auch dieser Ort hat nichts zu bieten, von der grossen Ferienanlage unten am Meer einmal abgesehen. Am Kreisverkehr im Zentrum zweigt die Stichstrasse zum Strand ab. Von hier führt aber auch die D506 in die Castagniccia. In der hässlichen Fabrik am Ortsausgang, die 1903 erbaut worden war, wurden Gerbstoffe hergestellt. Angegliedert war eine Sägerei sowie eine Küferei. Nach einer ersten Schliessung 1935 und der Wiedereröffnung ein Jahr später, wurde sie 1956 endgültig geschlossen.

Oberhalb von Folelli liegt Taglio-Isolaccio, der Ort, in dem die Gebrüder Bernadini, von der Musikgruppe I Muvrini, aufgewachsen sind.

 

Weinliebhaber können 2.5 km südlich von Folelli linkerhand direkt an der Hauptstrasse ein gut sortiertes Weingeschäft besuchen. Mit seiner riesigen Weinflasche vor dem Haus kann man das Geschäft nicht verpassen. Es können mehrere Weine verkostet werden. Der Wein kann einzeln oder - gut für die Heimreise - kartonweise gekauft werden. Angeboten wird aber auch Charcuterie, Honig, Käse, Nugat und mehr. Wer im Urlaub gerne Landwein trink, kann hier seinen Kanister zu sehr günstigen Preisen auffüllen lassen.

 

Seit Mai 2012 gibt es an der RN 198 in Taglio-Isilaccio zwischen Folleli und Figareto den Parc Galea. Dort findet der Besucher Gärten, Ausstellungen und ein virtuelles Museum. So kann man Korsika mit der ganzen Familie entdecken. Sehr gut gemacht, wenn auch (vorerst?) nur auf französisch! Geöffnet von Mitte Mai bis Mitte September. Eintritt: 8€ für Erwachsene, 4€ für Kinder.

 

2 km vor Moriani - an der N198 in Poggio Mezzana - findet jeden Sonntagvormittag von 10 bis 13 Uhr unter einem Hallendach ein regionaler Markt statt.

 

Korsika Moriani-PlageDie Ostküste verengt sich nun zunehmends. Die Hügel kommen immer näher an die Küste. Dies hat zur Folge, dass Moriani-Plage am Meer liegt. Man hat sich hier in den letzten Jahren sehr viel Mühe gegeben. Es wurden Bürgersteige angelegt, ein neues Tourismusbüro eingerichtet und die Durchgangsstrasse mit Blumen geschmückt. Zwar ist der Ort immer noch keine Augenweide, doch kann man hier oder auf einem der Campingplätze wenig südlich oder nördlich, die alle direkten Meeranstoss haben, gut eine Woche Urlaub oder auch zwei verbringen. Einerseits ist das Hinterland sehr reizvoll, andererseits ist der Strand sehr familienfreundlich und zudem liegt Moriani für grössere Tagesausflüge günstig. Das Küstengebiet um Moriani herum wird als Costa Verde bezeichnet.

In Moriani, so erzählt es ein Schild unten am Meer, bestiegen 1739 Giacinto Paoli mit seinem damals 14-jährigen Sohn Pasquale das Schiff, das sie ins Exil nach Neapel brachte (siehe Geschichte). In Moriani beginnt auch der Fernwanderweg Da Mare a Mare Nord, der bis nach Cargèse an der Westküste führt.

 

Korsika Baden Gumpen BucatoggioSüdlich von Moriani kann man gleich an zwei Stellen ein erfrischendes Bad in grünen, klaren Gumpen nehmen. Die bekannte Stelle liegt an der Corniche, der Panoramastrasse zwischen San-Nicolao und Cervione. Zwischen den beiden in den Fels gesprengten Tunnels stürzt der Bucatoggio in die Tiefe und bildet unterhalb einer 30 m hohen Kaskade ein schönes Badebecken. Viel schöner aber sind die Becken weiter unten. Diese sind weniger bekannt, dafür grösser und man kann aus einer Höhe von 6-7 m hinein springen. Beide Badestellen des Bucatoggio sind hier beschrieben. In der Nähe der unteren Badestelle gibt es sogar eine genuesische Brücke, was an der Ostküste Korsikas eine Seltenheit ist.

Abstecher über die Corniche

Von Moriani aus lohnt sich eine kurze Rundfahrt übers Hinterland (für Wohnmobile nicht geeignet). An der Kreuzung im Dorf wählt man die D34 hoch nach San-Nicolao. Unterwegs kommt man an den Überresten eines Viadukts vorbei. Kurz vor dem Dorf steht eine markante Barockkirche in einem Friedhof. An der Kreuzung biegt man scharf links Richtung Cervione ab. 1 km danach führt die D330 durch einen in den Fels gesprengten Tunnel. Gleich darauf führt eine Brücke über den Bucatoggio (Bademöglichkeit etwas oberhalb) und durch einen weiteren Tunnel, nach welchem man das Fahrzeug parken kann. Die Kaskaden heissen "Cascades de l'Ucelluline". Auf dem weiteren Streckenverlauf hat man immer wieder eine tolle Aussicht über die Obstplantagen der Ostküste Korsikas. Die Ortsdurchfahrt von Santa-Maria-Poggio mit dem Panorama-Dorfplatz vor der Kirche, ist eng. Kurz vor dem Ort führe die D334 wieder hinunter an die Küste. Bleibt man aber auf der Corniche, so gelangt man nach Cervione.

 

Karte Ostküste Mitte

Karte Korsika Ostküste Mitte

 

Diese Karte ist ein Ausschnitt aus der Karte 'world mapping project Korsika'. (c) REISE KNOW-HOW Verlag Peter Rump Gmbh

Cervione

Korsika CervioneCervione, auf über 300 m aussichtsreich an den Abhängen des Monte Castello gelegen, ist ein grosser und sehr lebhafter Ort. Speziell an der Durchgangsstrasse (Traversa) mit den Cafés und einigen kleinen Läden ist immer etwas los. Beim Mini-Dorfplatz mit den Fahnen und der Bronzebüste Paolis kann man sich kostenlos ins Internet einloggen. Sitzt man vor einem der Lokale, sieht man bei guter Witterung Gleitschirmpiloten, die bei der Kapelle a Madonna starten und hinunter in die Ebene fliegen. Passagierflüge sind möglich! Infos findet man hier. Der Tandemflug dauert natürlich 10-15 Minuten und nicht Stunden... Eine kurze Wanderung führt hinauf zum markanten Aussichtspunkt mit dem Kreuz (632 m). Vom Dorfzentrum aus benötigt man hin und zurück 1.5 Stunden. Auch eine Rundwanderung ist möglich. Beide werden im Wanderteil beschrieben. Der Ausblick auf die Ebene, das Dorf Cervione und die Inseln Elba und Monte Cristo ist wunderschön!

Den Ort selbst erkundet man am besten zu Fuss. Die barocke Kathedrale Sainte-Marie et Saint-Erasme mit der mächtigen Kuppel wurde ende des 16. Jahrhunderts vom Bischof von Aléria erbaut. Unter den Simsen der Ostfassade nisten zahlreiche Schwalben. Das Innere der Kirche wirkt dunkel. Hier finden in der Saison jeweils mehrere Konzerte statt.

Im ehemaligen Bischofspalast residierte 1736 auch Korsikas erster und zugleich letzter König, Theodor von Neuhoff. Der deutsche Hochstapler liess sich im April jenes Jahres in Alesani (Castagniccia) krönen. Er brachte den einheimischen Widerstandskämpfern bei seiner Ankunft auf der Insel Waffen, Munition, Nahrungsmittel und Geld mit. Seine Regierungszeit war allerdings kurz, denn der versprochene Nachschub blieb aus und so flüchtete Neuhoff am 11. November 1736 als Mönch verkleidet aus seinem Königreich.

Korsika Cervione ADECECLinks unterhalb der Kirche liegt das kleine Restaurant "Aux troix Fourchettes" versteckt, ein kleiner Familienbetrieb, den wir wärmstens empfehlen können. Hinter der Kirche, in einem Innenhof beim Glockenturm, liegt das ethnografische Museum. Es zeigt in erster Linie viele Alltagsgegenstände vergangener Zeit. Es wurden auch eine Schmiede und eine traditionelle Küche mit Fucone eingerichtet. Öffnungszeiten: 15.6. - 15.9. von 9-12 und 14-19 Uhr jeweils Montags bis Samstags. Während den übrigen Monaten schliesst das Museum um 18 Uhr.

Ebenfalls in diesem Innenhof untergebracht ist der Radiosender Voce Nustrale, der viel korsische Musik ausstrahlt. Die Hauptstimme des Senders ist Nathalie Simonetti, die auch schon ein eigenes Musikalbum herausgebracht hat.

Folgt man der Strasse noch etwas weiter aufwärts, kann man linkerhand hinunter zu den Ruinen einer alten Ölmühle blicken. Cervione ist bekannt für seine Haselnüsse, die in den Plantagen unterhalb des Dorfes wachsen. Alljährlich findet Ende August ein Nussfest (la foire de la noisette) statt.

 

Unterhalb von Cervione, in der Gemeinde Valle-di-Campoloro, liegt die romanische Kapelle Santa Cristina. Sie ist bekannt wegen ihrer Doppelapsis (nur drei solche gibt es auf Korsika) und den Fresken von 1473. Die Kirche ist verschlossen. Bei unserem letzten Besuch hing der Schlüssel nicht mehr neben der Tür. Man konnte aber durch ein angelehntes Fenster hineinkommen.

Anfahrt: Von Cervione auf der D71 Richtung Meer. 300 m nach der scharfen Linkskurve nochmals scharf links abbiegen. Dieser Strasse 1.2 km folgen, danach wieder links auf eine Piste abbiegen, 700 m bis zur Kapelle. Teilweise ausgeschildert.

 

Durchquert man Cervione, gelangt man auf der D71 nach Sant'Andrea-di-Cottone und weiter in die Castagniccia. In Sant'Andrea-di-Cottone kann man auf die schmale D52 abbiegen, die hinunter zum Stausee von Alesani und über dessen Staumauer führt. Über die D17 erreicht man wieder die Küste.

Strecke von Moriani nach Aléria

Südlich von Moriani liegt der Jachthafen von Taverna oder Campoloro. Dieser ist die einzige Anlaufstelle für Segel- und Motorboote zwischen Bastia und Solenzara.

 

Korsika Torre a i CaselliMitten in der Ebene steht eine genuesische Festung, Torre a i Caselli, die kaum bekannt ist. Man biegt 11 km südlich von Moriani auf die D52 ab, folgt der Strasse 1.5 km, biegt dann links auf eine Piste ab, folgt dieser 200 m und parkt das Auto am Strassenrand. Zu Fuss folgt man der Piste entlang der Kiwi-Plantage bis zum Turm (100 m). Der Wehrturm wurde 1588 von einem reichen Bürger aus Bastia erbaut, der in dieser Region grosse Landstriche besass.

 

In Prunete führt wieder eine Stichstrasse hinunter zum Meer. Über die D71 gelangt man nach Cervione.

Bald schon erblickt man den Leuchtturm von Alistro, der auf einem Hügel hinter dem Supermarkt steht. Dieser wurde 1864 in Betrieb genommen. Sein Lichtstrahl hat eine Reichweite von 42 km. Leider kann der Leuchtturm nicht besichtigt werden.

 

Südlich von Alistro liegen die grossen FKK-Zentren Korsikas, die anfangs der Sechzigerjahre eröffnet wurden. Dazu gehören Corsicana, Corsica Natura, Bagheera und der seit vielen Jahren geschlossene Camping Tropica. In letzterem werden seit 2011 allerdings wieder sporadisch ein paar Bungalows vermietet.

 

Korsika Badegumpe BravonaDie Rundfahrt durchs Bravone-Tal ist einsam, selbst in der Hochsaison. Man erkundet ein kaum bekanntes und touristisch nicht erschlossenes Tal mit schönen Dörfern und hat auch die Gelegenheit, in einer tollen Gumpe des Bravoneflusses zu baden. Ausgangspunkt für die Rundfahrt ist die D 17, welche 1.5 km südlich des Phare d'Alistro (Leuchtturm) Richtung Linguizzetta ins Landesinnere abzweigt. Nach 250 m überquert man gleich die ehemalige Bahnstrecke. Die Geleise sind aber nicht mehr vorhanden. Man durchquert die Ostküstenebene und fährt an der Kreuzung geradeaus. Die Strasse steigt an und führt hinauf nach Chiatra. Dabei kommt man am Restaurant U Pagliaggiu vorbei, welches wir wärmstens empfehlen können! Von Chiatra mit dem schönen alten Dorfkern blickt man hinunter zum Stausee von Alesani. 1 km nach Chiatra biegt man links auf die D117 ab. Man überquert die Bocca di San Gavinu, hat eine schöne Aussicht auf den Monte d'Oro und erreicht kurz vor Moïta die D16. Man durchfährt Moïta und danach Matra. Etwa 1 km nach Matra kommt man zu einem schönen Aussichtspunkt. 5 km nach Matra führt die Strasse über den Bravone-Fluss. Gleich nach der Brücke kann man das Auto parken und dem Fluss aufwärts folgen. So gelangt man zu einer mitten im Wald gelegenen Gumpe mit Wasserfall. Hier trifft man auch in der Hochsaison kaum auf Leute. Kurz darauf erreicht man Poggio. Auf dem Col de la Foata fährt man auf der D116 über Zuani an Zalana vorbei nach Tallone. 8 km nach Tallone erreicht man wieder die Küstenebene. Wer noch nicht genug hat von den vielen Kurven, kann die Fahrt auf der D16 über Linguizzetta und Canale-di-Verde fortführen. 2.5 km nach der Kreuzung überquert man wieder den Bravone. Hier gibt es eine sehr familienfreundliche Badestelle mit Sandstrand gleich unterhalb der Brücke. Der Blick von Linguizzetta über die Ostküstenebene ist sehr schön.

 

Nach den FKK-Anlagen führt die N198 vorbei an grossflächigen Weinbergen. An mehreren Orten kann man Wein probieren. So zum Beispiel in der Domaine de la Punta, der Domaine Casabianca oder der Domaine de Piana. Schliesslich erreicht man Aléria.

 

> Hier gehts zur Beschreibung von Aleria und seinen Ausgrabungen

 

Bei Aléria liegen zwei grosse Etangs, der Etang de Diane im Norden und der Etang d'Urbino im Süden. In beiden werden Austern, Miesmuscheln sowie Wolfsbarsche und Doraden gezüchtet. Die Moules und die Huîtres de Diane werden auf ganz Korsika in Restaurants und in den Supermärkten angeboten. Auf beiden Lagunenseen gibt es je ein schwimmendes Restaurant.

Die Insel im Etang d'Urbino besteht aus Austernschalen, welche die Römer während Jahrhunderten dort entsorgt hatten.

 

 

Von Aléria nach Ghisonaccia

Von Aléria führt die N198 weiter durch die Ebene der Ostküste. Unterwegs lohnt sich ein Abstecher zur Domaine Mavela. Dort wird seit einigen Jahren korsischer Whisky hergestellt. Allerdings waren die Besitzer der Domaine nicht die ersten Korsen, die auf die Idee mit dem korsischen Whisky gekommen sind. Schon einige Jahre vorher baute ein Weingut aus dem Patrimonio schottischen Whisky in Patrimonio-Holzfässern aus. Er wird unter dem Namen Altore verkauft. In der Domaine Mavella hingegen wird der Whisky selbst destilliert. Im schönen Verkaufslokal wird aber nicht nur Whisky verkauft, sondern auch verschiedene Eau de Vies, Liköre, Honig, Charcuterie, Olivenöl und mehr.

Öffnungszeiten: Montags bis Samstags von 9 - 12 und 14 - 18 Uhr / Juli und August von 9 - 20 Uhr

Anfahrt: 5 km südlich von Aléria auf die D343 abbiegen (ausgeschildert).

Leser schreiben, dass Führungen nur für Gruppen möglich sind, andere wurden aber auch schon einzeln eingelassen.

Ghisonaccia

Korsika Strand von GhisonacciaEin Schild am Ortseingang von Ghisonaccia behauptet, die Tourismusstation im Herzen Korsikas zu sein. Dieser Titel ist wohl doch eher Corte vorbehalten, doch hat das Tourismusbüro des Orts nicht ganz unrecht, denn wer hier seinen Urlaub verbringt, erreicht viele Sehenswürdigkeiten Korsikas während eines Tagesausflugs. Wie viele Orte an der Ostküste bietet auch Ghisonaccia ein eher trostloses Bild.

Die Touristen beleben die Ferienzentren am Meer. Dort liegen Bungalow-Anlagen und Campingplätze dicht beieinander. Viele haben direkten Zugang zum feinen und breiten Sandstrand, der für Familien sehr gut geeignet ist. Sehr empfehlen können wir die Anlagen Perla di Mare und Marina d'Oru, sowie die Campingplätze Marina d'Erba Rossa und U Casone. Die D144 führt von Ghisonaccia bis hinunter ans Meer. Nördlich der schönen Ferienanlage Perla di Mare erstreckt sich das kaum bekannte Naturschutzgebiet Pinia mit seinen schönen Kieferwäldern bis hoch zum Etang d'Urbino. Der vorgelagerte Sandstrand ist selbst in der Hochsaison praktisch leer.

Abstecher ins Landesinnere: Strecke Ghisonaccia - Ghisoni

Im Ortszentrum von Ghisonaccia zweigt die D344 Richtung Ghisoni ab. Die Ähnlichkeit der beiden Namen kommt nicht von ungefähr, war doch früher das Bergdorf Ghisoni der bedeutende Ort, während man unten auf der Malaria verseuchten Ebene lediglich während der Winterzeit die Schafe weidete und die Felder bestellte.

Die Strasse durchquert erst die ganze Ebene mit ihren Plantagen und Rebbergen und führt danach durch die Inzecca-Schlucht, in die sich der Fium'Orbu tief hinein gefressen hat. Danach fährt man am kleinen Stausee von Sampolo vorbei und durchquert die Strette-Schlucht. 2 km vor Ghisoni fährt man am Y-Baum vorbei. Der Baum heisst so, weil sich der Stamm wenige Meter ab Boden teilt und so in Form eines Y weiter nach oben wächst. In der Saison parken hier meist einige Autos am Strassenrand, denn unterhalb befindet sich eine tolle Badestelle, wo nebst tiefen Becken eine abenteuerliche Rutsche und die wahrscheinlich höchsten Sprünge Korsikas warten. Eine Beschreibung findet man hier.

Korsika GhisoniGhisoni ist ein grosses aber ruhiges Bergdorf und liegt unterhalb des Col de Sorba, über den man ins Zentrum Korsikas gelangt. Etwas unterhalb des Dorfes gibt es sogar eine genuesische Brücke. Der Blick auf die markanten, im Südosten gelegenen Gipfel Christe-Eleison und Kyrie-Eleison ist sehr schön. Ghisoni verfügt sogar über eine Skistation. Dort beginnt auch die Wanderung auf den Monte Renoso, den leichtesten Zweitausender Korsikas, von welchem man eine herrliche Aussicht bis hinüber an die Westküste und zu den höchsten Gipfeln der Insel hat. Die Wanderung ist hier beschrieben. Von Ghisoni aus fährt man auf der D69 7 km Richtung Zicavo und zweigt dann auf die schmale und sehr kurvenreiche D169 ab, welche bei der Skistation auf 1586 m Höhe endet.

 

Karte Ostküste Süd

Karte Korsika Ostküste Süd

 

Diese Karte ist ein Ausschnitt aus der Karte 'world mapping project Korsika'. (c) REISE KNOW-HOW Verlag Peter Rump Gmbh

Strecke Ghisonaccia - Solenzara

Knapp 2 km südlich von Ghisonaccia liegt Migliacciaru. Hier zweigt die D244 ins Fium'Orbu, einer abgeschiedenen Bergregion mit schönen Dörfern ab. Canyoning-Begeisterte finden im Macini eine wunderschöne und ziemlich einsame Tour mit einer 50 m hohen Kaskade.

 

Korsika Römerstrasse an der OstküsteKurz nach Migliacciaru liegt der Camping Voie Romaine. Wie es der Name des Campingplatzes sagt, befinden sich hier Überreste der Römerstrasse, die sich einst vom heutigen Bastia entlang der gesamten Ostküste bis hinunter nach Bonifacio erstreckte.

Anfahrt: 1 km südlich des Kreisverkehrs bei Migliacciaru rechts abbiegen. Nach 100 m rechterhand beginnt die Römerstrasse, die beidseitig von Bäumen eingesäumt ist.

 

Nördlich von Solenzara befindet sich der Militärflughafen Base aérienne 126 von Ventiseri-Travo. Hier übt die Luftwaffe ausserhalb der Hochsaison, was in der Region zu durchaus sehr störendem Fluglärm führt.

 

In Travo zweigt die D645 nach Chisa ab. Sie folgt ständig dem Travo-Fluss, der an mehreren Orten superschöne Badestellen aufweist. Auf dem kleinen Col de Basella gibt es einen Klettergarten.

Das Dörfchen Chisa bietet eine Via Ferrata. Leider hat die Gemeinde das Baden im Fluss oberhalb der Brücke vor dem Dorf untersagt. Die wunderschönen Gumpen sind seither nur noch den Einheimischen vorbehalten. Canyoning in den Flüssen Luvana und Lama ist aber, entgegen der Behauptung der französischen Canyoning-Führern, immer noch erlaubt, denn sie liegen nicht auf Gemeindeboden von Chisa, sondern von Zicavo.

 

Kurz vor Solenzara führt die N198 wieder dem Meer entlang. Noch bevor der Fluss Solenzara überquert wird, fährt man direkt an einem Hochseilgarten vorbei.

Solenzara

Die Mündung des Solenzara bildet das südliche Ende der grossen Ostküstenebene. In Solenzara reichen die Hügel wieder bis ans Meer. Solenzara selbst ist kein schöner Ort, doch liegt er direkt am Meer und verfügt über einen grossen Jachthafen. Dies führt dazu, dass Solenzara in der Saison ein freundliches Erscheinungsbild hat. Gelegentlich wird die Hauptstrasse gesperrt und zur Fussgängerzone umfunktioniert. Der Ort ist voll und ganz auf den Tourismus ausgerichtet. Es gibt viele Restaurants und einige Hotels. Für Campingfreunde ist es schwieriger, eine Unterkunft zu finden. Zwei Campingplätze liegen etwas nördlich von Solenzara am Meer, zwei weitere am tollen Solenzara-Fluss im Landesinneren.

Der Küstenstreifen um Solenzara herum wird Côte des Nacres genannt.

Strecke Solenzara - Bavella

Korsika Baden in der Solenzara GumpenDie D268 führt von Solenzara hinauf auf den Bavella-Pass. Diese Strecke gehört zu den schönsten und abwechslungsreichsten ganz Korsikas. Der Solenzara und seine Zuflüsse haben in dieser Region zahlreiche tolle und wunderschöne Badegumpen gebildet. Diese sind eine willkommene Abwechslung zum Strand.

Ausführliche Beschreibungen aller Badestellen der Solenzara findet man hier. Die weiteren Bademöglichkeiten werden auf separaten Seiten beschrieben (Fiumicelli, Vacca, Purcaraccia und Polischellu). Auf dieser Seite wird lediglich eine Kurzfassung wiedergegeben:

 

Bereits nach 4 km kann man sein Auto direkt an der Strasse parken und über ein verschlossenes Tor klettern. In der Saison stehen hier zahlreiche Autos herum. Alle Leute haben das gleiche Ziel: Die riesige Badegumpe mit der Hängebrücke, von der man ins kühle Nass springen kann.

 

Nach weiteren 3 km erreicht man den wunderschönen Camping U Rosumarinu. Gleich unterhalb des Parkplatzes findet man die wohl beliebteste Gumpe der Region. Sie ist leicht erreichbar und verfügt über ein Restaurant. Folgt man dem Flusslauf abwärts, erreicht man gleich weitere schöne Becken. Bei einem sind Sprünge aus mehreren Metern möglich.

 

Nochmals 2 km weiter aufwärts erricht man die Mündung des Gaglioli-Bachs mit dem gleichnamigen Snack. Darunter liegt eine herrliche und tiefe Gumpe. An einem Felsen wurde sogar ein Podest angebracht, von wo aus man hinunter springen kann.

Einsamer gehts im Gaglioli-Bach zu und her. Zwar findet man dort nicht so grosse Becken, dafür aber auch in der Hochsaison viel Ruhe und eine schöne Kaskade.

 

2 weitere Kilometer oberhalb, man fährt am einfachen Campingplatz U Ponte Grossu vorbei, führt die Strasse an weiteren leicht erreichbaren und sehr kinderfreundlichen Badestellen vorbei. Folgt man hier dem Fluss - er heisst nun Vacca - aufwärts, findet man in mehreren grossen Becken seine Ruhe. Die Strasse führt hier weit oberhalb durch und so hat man ungestörtes Badevergnügen.

 

Korsika FiumicelliBei der Fiumicelli-Brücke (12 km von der N198 entfernt) startet eine tolle Flusswanderung im Fiumicelli-Bach. Man folgt dem Bach aufwärts und gelangt so zu einmaligen Bademöglichkeiten. Die genaue Beschreibung gibt es hier.

 

Die Strasse steigt danach an. Man kommt an einer kräftig sprudelnden Quelle vorbei. Danach wird die Strasse etwas enger und man hat einen schönen Blick hinunter zu den grünen Gumpen des Fiumicelli. Gleich nach der Engstelle befindet sich rechts unterhalb der Strasse die Ruine eines Hauses, die seit der Saison 2009 zu einer kleinen Canyoning-Basis ausgebaut ist. Von hier führt ein Weg hinunter zum Fiumicelli-Bach. Hier kann man die Flusswanderung von oben starten. Es ist auch möglich, dem Flusslauf weiter aufwärts zu folgen. So gelangt man zur 80 m hohen Cascade du Fiumicelli.

 

Korsika PurcaracciaSchliesslich erreicht man den Col de Larone (608 m). Gleich dahinter befindet sich eine Haarnadelkurve, wo jeweils viele Autos parken. Im Scheitelpunkt führt ein Weg zu den bekannten Cascades de Purcaraccia. Dort findet man phantastische Rutschen in glasklare, tiefe Becken. Canyoning-Fans seilen über die beiden 40 m hohen Kaskaden ab.

 

Korsika Vacca1 km weiter erreicht man eine weitere Haarnadelkurve wo ebenfalls viele Autos parken. Dies ist der Ausgangspunkt zur Vacca-Tour, einer der schönsten Canyoning-Touren Korsikas! Im oberen Teil des Flusses kann man auch baden. Der Zustieg allerdings ist im zweiten Teil recht steil.

 

Die Strasse führt weiter abwärts und überquert nach weiteren 1.2 km den unteren Teil des Purcaraccia. Die Becken hier sind allerdings uninteressant.

 

Korsika PolischelluViel schöner, aber leider auch viel zu bekannt sind die Gumpen des Polischellu, den man gleich darauf (800 m) überquert. Vor und nach der Brücke gibt es zahlreiche Parkmöglichkeiten. Diese sind aber in der Saison proppenvoll. Badegumpen gibt es unterhalb und oberhalb der Brücke. Die bekannten Kaskaden liegen oberhalb. Dort kann auch eine Canyoning-Tour unternommen werden. Aber auch Badetouristen vergnügen sich in den Becken mit Springen und Rutschen.

 

Danach steigt die Strasse wieder an und führt über mehrere Kehren hinauf auf den Bavella-Pass. Etwas unterhalb des Passes liegt ein kleines Dörfchen aus bescheidenen Steinhäuschen, meist Wochenend-Residenzen von Einheimischen.

 

Auf dem Col de Bavella (1218 m) mit den markanten Felstürmen sind mehrere Wanderungen möglich. Die bekannteste Tour führt zum Trou de la Bombe, einem grossen Loch im Felsen. Aber auch Kletterer kommen voll und ganz auf ihre Rechnung, finden sie doch hier den grössten Klettergarten Korsikas. Fotogen sind nicht nur die Bavella-Spitzen (Aguilles de Bavella) sondern auch die vom Wind zerzausten Kiefern.

 

Hinder dem Bavella-Pass liegt ein Hochseilgarten. Die Strasse führt hinunter nach Zonza in die Alta-Rocca.

Südlich von Solenzara

Ab Solenzara reichen die Hügel wieder direkt bis ans Meer, wodurch die N198 etwas kurviger wird. Auch der lange Ostküstenstrand endet bei Solenzara. Das Ufer südlich von Solenzara ist felsig, unterbrochen allerdings von schönen Sandbuchten.

 

Korsika Strand CannelleNach 6.5 km erreicht man die wunderschöne Sandbucht von Cannella, die von der Strasse aus kaum einsehbar ist. Zahlreiche parkende Autos weisen aber auf seine Existenz uns seine Beliebtheit hin.

 

Nach weiteren 3.5 km erreicht man die Bucht von Favone. Der Strand liegt direkt unterhalb der Strasse und ist deshalb für Leute geeignet, die den halben Hausrat mit an den Strand schleppen.

 

Nochmals 3 km weiter befindet man sich in der Bucht von Tarcu, die wie Favone, sehr bequem erreichbar ist.

 

Korsika Bucht von Fautea StrandZuguterletzt gelangt man nach weiteren 4 km in die Bucht von Fautea. Malerisch ist die kleine Halbinsel mit ihrem Genueserturm. Darunter liegt ein schöner, aber kleiner Campingplatz. Bei Fautea findet man gleich drei feine Sandstrände. Der eine liegt nördlich der kleinen Halbinsel direkt an der Strasse, ein weiterer unmittelbar südlich der Halbinsel und der dritte, der grösste, nochmals eine Landzunge südlicher.

 

Folgt man der N198 weiter südwärts, kommt man nach Porto-Vecchio und Bonifacio und somit in den Süden Korsikas.

 

 

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