Korsika - ein Paradies im Mittelmeer Français  

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Korsika in der Antike

Griechen

Im 6. Jahrhundert vor Christus wurden die Phokäer von den Truppen des Mederkönigs Harpagos aus ihrer Stadt Phokäa vertrieben. So landeten sie nach einer langen Flucht an der Ostküste Korsikas (was die Griechen Kyrnos nannten), wo sie dort um 565 v. Chr. die Stadt Alalia (das heutige Aléria) gründeten. Zwischen 540 und 535 v. Chr. war dies die neue Hauptstadt der Phokäer, von der aus sie die Herrschaft im Tyrrhenischen Meer anstrebten.
Das fruchtbare Schwemmland des Tavignanu um Alalia war aber eher eine Art Enklave, da sie gegen das Meer hin zwar offen, der Kontakt zu den im Inselinneren lebenden Stämmen der Corsi aber ungewiss ist. Einige Korsen aber lebten mit Gewissheit in der neuen Stadt, wie entsprechende Namensgebungen an den Grabmälern beweisen. Die Handelsverbindungen bezeugen Keramikfunde, die ursprünglich aus Griechenland kommen.

 

 

Korsika war eine Zwischenstation des Schiffsverkehrs im Mittelmeer. Die Phokäer drangen allerdings auf mindestens drei Wegen ins Landesinnere (Mercuri, Venaco, Conca) vor, wo sie Kupfer, Silber, Eisen und Blei abbauten und zum grössten Teil in Alalia verarbeiteten. Vom Plateau de Casabianda, südlich von Alalia, holten sie sich den Ton für die Keramikwaren. An der Küste gewann man in den Salinen Salz und aus den korsischen Wäldern Holz, Harz und Wachs für den Schiffsbau. Als Gegenleistung brachten die Griechen den Weinstock und den Ölbaum nach Korsika.
Im Jahre 535 v. Chr. aber kam es zu einem Krieg zwischen den Phokäern und den Etruskern, die von den Karthagern unterstützt wurden. Zwar errangen die Phokäer einen knappen Sieg, aber der grösste Teil ihrer Schiffe wurde zerstört. So verliess ein Grossteil die Insel Korsika und siedelten sich in Rhegium (Reggio di Calabria) und Massalia (Marseille) an. Aufgrund der zentralen Lage im Mittelmeer blieb Alalia aber weiterhin Handelsstation. Hinzu kamen etruskische Einflüsse. Um 340 v. Chr. aber hörte die Einfuhr attischer Keramik auf und wurde durch Importe aus Mittelitalien abgelöst.

 

Römer

Um 259 v. Chr. begann die Eroberung Korsikas durch die Römer, wobei Alalia zerstört wurde. Diese standen im Zusammenhang mit den Punischen Kriegen (264 bis 241 v. Chr.) der Römer gegen die Karthager. Die Römer hatten die Absicht, nebst der Insel Korsikas auch die Insel Elba und die kleinen toskanischen Archipel zu erobern und so die Vorherrschaft im Tyrrhenischen Meer zu sichern. Nach diesem siegreichen Krieg gab es für die Römer keine ernsthaften Konkurrenten mehr.
Im Jahre 230 v. Chr. hatten sie sich fest an der Ostküste Korsikas etabliert, konnten aber die Korsen bis 172 v. Chr. nicht unterwerfen, da sie sich mit erstaunlicher Tapferkeit und Hartnäckigkeit wehrten. Erst als sich die Römer verstärkten, konnten sie den Aufständen ein Ende bereiten. In dieser Zeit verlor Korsika fast die Hälfte der Bevölkerung. Seit 221 v. Chr. war Korsika zusammen mit Sardinien zu einer einzigen römischen Provinz vereinigt, die bis zum 6. Jh. Bestand hatte. In der Region um Aléria liessen sich römische Veteranen nieder, die als Gutsherren die einheimische Bevölkerung ausbeuteten. Die Korsen mussten den Römern Kork, Honig und Wachs abgeben, diese wiederum verpachteten Wälder, Salinen und Bergwerke und forderten Fluss- und Hafenzölle.

 

Um 100 v. Chr. wurde an der Mündung des Golos unter Gaius Maurius die Kolonie Mariana gegründet, wo sich Veteranen ansiedelten.

 

Im Jahre 81 v. Chr. baute Lucius Cornelius Sulla die Stadt Aleria wieder auf. Sie wurde ebenfalls von den Veteranen bewohnt und hatte alles, was eine römische Stadt auszeichnete: Forum, Triumphbogen, Tempel, Aquädukt und Bäder. Im Etang de Diane gab es einen Kriegshafen und an der Tavignano-Mündung einen Handelshafen. In der Stadt selbst gab es zahlreiche Wohnhäuser, Handwerksläden, Färbereinen, Waffenlager usw. Aleria wurde die Hauptstadt der Römer auf Korsika und zählte in seiner Blütezeit 20'000 bis 30'000 Einwohner. Heute ist allerdings erst der kleinste Teil wieder freigelegt worden.

Im 3. nachchristlichen Jahrhundert setzte die Christianisierung Korsikas durch die Römer ein. Aus dieser Zeit stammen der Sarkophag der Märtyrerin Santa Restituta in Calenzana (Balagne), eine christliche Öllampe und die Symbole Fisch und Olla unter dem Verputz des Prätoriums. Da die Römer aber nur an der Küste lebten und die Korsen meist in den Bergen, hielt sich das Heidentum auf Korsika bedeutend länger. Ausserdem unternahmen die Römer auch oftmals Raubzüge in korsische Dörfer und holten sich so Einheimische als Sklaven, die sie in Rom oder anderswo verkauften. So konnten zwischen ihnen und den Korsen keine gute Beziehung entstehen. Allerdings wohnten auch einige Korsen in Aleria, was Inschriften in Gräbern beweisen.
Die lange Herrschaft der Römer schlug sich in der Sprache der Korsen nieder. Allerdings bleiben viele Fragezeichen über diese Epoche. Die  römischen Spuren beschränken sich auf die Städte Aleria und Mariana, sowie Piantarella und Ficaria an der Südspitze Korsikas. Der Ostküste entlang führte eine Strasse, mit einigen vagen Wegen ins Gebirge. Auf der Insel Cavallo bei Bonifacio bauten die Römer Granit ab.

 

Römisches Mosaik Korsika
Korsika Korsika
Korsika  

 

Fundstätten und Museen:

  • Die Ausgrabung bei Aléria ist die grösste und bedeutendste Korsikas. Im Musée Jérôme Carcopino werden die zahlreichen Vasen, Waffen, Helme, Schmuck usw. gezeigt.

  • In der Nähe des Flughafens Poretta (bei Bastia) liegt Mariana gleich neben der romanischen Kathedrale 'la Canonica', die man unmöglich verfehlen kann. Am schönsten sind die christlichen Mosaiken des ehemaligen Baptisteriums.

  • Südlich von Ghisonaccia hat man ein Stück Römerstrasse freigelegt ...und sofort auch einen Campingplatz dementsprechend benannt.

  • Die Ausgrabung in Piantarella ist in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden...

 

 

 

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