Korsika - ein Paradies im Mittelmeer Français  

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Pisanische Herrschaft

Im Jahre 1077 griff dann Papst Gregor VII. in die Geschicke des von bürgerkriegsähnlichen Zuständen geplagten Korsika ein. Er unterstellte die Insel als Lehen unter das Bistum Pisa. Die friedlichen Herren teilten Korsika in 90 Pfarrgemeineden, sogenannte Pievi auf, die jeweils von einem Geistlichen verwaltet wurden. Die politische Gliederung in Pfarrgemeinden mit der Pfarrkirche (pievania) als Zentrum wurde nach den geographischen und historischen Gegebenheiten der Regionen gegründet. In der Regel bildeten ale Ortschaften oder Kommunen (Paese) in einem Tal eine Pfarrgemeinde. Die Pfarrkirche war zugleich die zentrale Einrichtung für religiöse wie für weltliche Aufgaben, für das Steuerwesen und die Rechtssprechung zuständig. 1092 erhält Pisa das Privileg, seine Bischöfe selbst zu ernennen.

 

 

Durch die enge Beziehung zu Pisa wurden bald die architektonischen und künstlerischen Einflüsse der Republik auf die Insel sichtbar: die zweite Hälfte des 11. Jh. und das 12 Jh. sind Höhepunkt der romanischen Kunst auf Korsika. Es entstanden Kathedralen, Kirchen und Kapellen sowie Franziskanerklöster. Einst, so schätzt Geneviève Maracchini-Mazel, soll es über 300 Pisanische Kirchenbauten auf Korsika gegeben haben. Heute sind aber viele zerstört oder zerfallen, stehen inmitten von Wiesen oder sind von Macchia überwuchert, von Wind und Wetter angegriffen. Auch stellt man auf Korsika eine geringe Wertschätzung diesen Gebäuden gegenüber fest. So dienen sie manchmal als Wohnhäuser oder gar, wie zum Beispiel San Giovanni Battista an der alten genuesischen Brücke über den Tavignano bei Piedicorte, bis Anfang der achtziger Jahre als Viehstall.
Kein Korsika-Besucher wird alleine wegen den romanischen Kirchen und Kapellen nach Korsika reisen. Wer aber keine Mühe scheut und auf der Suche nach diesen Bauwerken die Insel durchstreift, wird sich an der Originalität dieser meist kleinen Bauten erfreuen können, die sich mit ihren schlichten Fassaden und ihrem romantischen Verfall harmonisch in die zauberhafte Landschaft einfügen. Oft braucht es auch viel Phantasie, sich anhand der Ruinen das gesamte Werk vorzustellen.
Man darf aber nicht die Eleganz der Proportionen und die Feinheit der Ornamente der Toskanischen Vorbilder erwarten. Oft wirken sie geduckt und bescheiden, häufig nur einschiffig, mit Dachkonstruktionen aus Holz, die mit 'Teghie' (Ziegel aus örtlichen Steinen) gedeckt sind.

 

Drei architektonische Formen sind zu unterscheiden:

  • Basilikastil (dreischiffige Bauwerke): La Canonica südlich von Bastia, Ancienne Cathédrale de Nebbio bei St-Florent

  • rechteckiger Grundriss: Unter anderen San Michele di Murato und San Parteo südlich von Bastia

  • Doppelapsis (eine auf Korsika sehr seltene Form): Santa Christina (Valle-di-Campoloro bei Cervione), Santa Mariona bei Corte und Santa Maria della Chiappella (Cap Corse)

Diese Vielzahl an Kirchen und Kapellen lässt auf einen gewissen Wohlstand der Insel schliessen. In der Tat wurde viel Wein, Getreide und Öl exportiert. Die Herrschaft der Pisaner war friedlich und bei den Einheimischen auch gern gesehen. "Die Regierung der Pisaner war im ganzen gesehen beliebt", schrieb der Chronist Ciovanni della Grossa.
Korsika war in 6 Diözesen aufgeteilt. Dies waren Mariana, Nebbio, Accia, Aleria, Ajaccio und Sagone.

Am Anfang des 12. Jh. versuchten die Genuesen, den Pisanern den Einfluss auf die Insel  streitig zu machen. Der korsische Adel ergriff mal für den einen, dann für den anderen Stadtstaat Partei. Um diesen kriegerischen Verhältnissen ein Ende zu setzten, unternahm Papst Innozenz III. einen Schlichtungsversuch, indem er  die Diözesen Mariana, Nebbio und Accia dem mittlerweile zum Erzbistum erhobenen Genua unterstellte, während Ajaccio, Sagone und Aleria bei Pisa blieben. Allerdings blieb dieser Kompromiss für beide Parteien unbefriedigend. Es war auch nicht mehr allein die Insel Korsika, die im Mittelpunkt des Streites stand; es ging mittlerweile um die Vorherrschaft im Mittelmeer. Es kam zum Krieg, und für Genua, das bald zur mächtigen Handelsstadt heranreifte, war es leicht, nach und nach Teile Korsikas zu erobern. 1195 eroberten sie Bonifacio und befestigten die Stadt. 1268 errichteten sie die Zitadelle von Calvi. Diese beiden Städte blieben auch in schweren Zeiten stets genuatreu und machten später bei der Unabhängigkeitsbewegung Korsikas nicht mit.

1284 kam es zur Seeschlacht von Meloria an der Küste Livornos, wo die entgültige Entscheidung fiel. Pisa wurde vernichtend geschlagen und verlor mit 52 Schiffen fast die gesamte Flotte und dazu noch 16'000 Mann. Nach über hundertjährigem Kampf trat Pisa die Insel an Genua ab. Genuas Herrschaft über Korsika war zugleich eine Sicherung der Vorherrschaft im Tyrrenischen Meer, die bis auf ein paar kleine Unterbrüche fast 500 Jahre dauerte (1284 - 1768).

 

 

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