Korsika - ein Paradies im Mittelmeer Français  

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Rundreisen auf Korsika

Ich möchte hier eine ein- und eine zweiwöchige Rundreise vorschlagen. Gerade um einen ersten Eindruck der Insel zu gewinnen, ist eine Rundreise sehr zu empfehlen. Man bekommt so einen groben Überblick und besucht viele Highlights, die Korsika zu bieten hat. Da viele Strassen auf Korsika in den letzten Jahren erheblich ausgebaut wurden, sitzt man auch nicht mehr stundenlang im Auto und hat mehr Zeit für Besichtigungen, zum Relaxen und Geniessen.

 

 

Korsika ist eine ideale Insel für Individualtouristen, die das Land auf eigene Faust erkunden möchten. Allerdings sind in der Hochsaison die Hotels schnell ausgebucht. Wer auf Nummer sicher gehen will, bucht bei einem spezialisierten Reiseunternehmen die Hotels und eventuell einen Mietwagen schon im Voraus. Ein eigenes Fahrzeug ist für die Rundreisen ein Muss, denn das Netz der öffentlichen Verkehrsmitteln auf Korsika ist sehr schlecht ausgebaut und stellt keine Alternative dar. Wer mit dem Zelt unterwegs ist, findet auf Korsika eine grosse Auswahl an Campingplätzen. In der Regel findet man auch in der Hochsaison einen freien Stellplatz.

Natürlich kann man sich bei einem ersten Korsika-Urlaub auch für eine Hälfte entscheiden und besucht so eine Woche lang nur den Norden oder eben den Süden. Die Wahl ist nicht einfach, ich persönlich bevorzuge aber den Norden. Dort hat man mit dem Cap Corse, dem Golf von Porto und den Hochtälern Asco und Restonica die grössere landschaftliche Vielfalt zu bestaunen als im Süden, obschon auch dieser äusserst reizvoll und mit dem Bavalla-Gebirge ebenfalls abwechslungsreich ist. Im Süden hingegen findet man die schöneren Strände.

 

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1-wöchige Rundreise

Etappenübersicht (Die Fahrzeit steht für die reine benötigte Fahrzeit ohne Fotostopps!): Ideal ist eine Fährankunft am frühen Morgen (Nachtüberfahrt). Kommt man erst am Nachmittag in Bastia an, so ist eine Umrundung des Cap Corse sehr stressverbunden.

 

Etappe
Distanz ohne zusätzliche Ausflüge
Fahrzeit
Bastia - St-Florent
112 km
3 h
St-Florent - Calvi
69 km
1 h 15 min
Calvi - Porto
80 km
2 h 20 min
Porto - Corte
85 km
2 h
Corte - Propriano
137 km
2 h 15 min
Propriano - Porto-Vecchio
89 km
1 h 10 min
Porto-Vecchio - Solenzara
40 km
1 h 30 min
Solenzara - Bastia
103 km
1 h 30 min
Total
715 km
15 h

 

Tourenbeschrieb Korsika-Rundfahrt 1

Korsika Rundreise 1 WocheBastia - St- Florent: Nach der Ankunft in Bastia fährt man der Ostküste des Cap Corse entlang nordwärts. Den ersten Stopp legt man in Erbalunga ein. In Macinaggio verlässt die Strasse die Küste und überquert die Halbinsel. Kurz nach Ersa, auf dem Col de la Serra, steigt man hoch zur restaurierten Windmühle. Das Panorama ist einmalig! Weiter gehts nach Centuri-Port, dem malerischsten Fischerdorf Korsikas. Die Strasse an der Westküste des Cap Corse führt hoch über der Küste südwärts. Man geniesst herrliche Blicke hinunter zum Meer. In Nonza besichtigt man den kleinen Turm. Weiter gehts über Patrimonio, dem bekannten Winzerdorf, wo überall Weinproben genossen werden können. Von hier aus ist es nur noch ein Katzensprung bis St-Florent.

 

St-Florent - Calvi: Durch die Desert des Agriates fährt man westwärts. Eine schöne Aussicht geniesst man von der Bocca di Vezzu. Bald danach erreicht man die Nationalstrasse, auf der es zügig bis Ile-Rousse geht. Hier lohnt es sich, einen Spaziergang zum Leuchtturm auf der roten Halbinsel zu machen. Nach Calvi fährt man entweder zügig auf der Nationalstrasse, oder aber, wenn man Zeit hat, über Corbara und Cateri und erreicht so bei Lumio wieder die N197. Die Balagne-Tour kann in Cateri aber auch über Montemaggiore, Zilia und Calenzana weitergeführt werden. Calvi ist eine herrliche Stadt mit malerischer Zitadelle und schöner Flaniermeile entlang des Hafens.

 

Calvi - Porto: Es gibt zwei Möglichkeiten, von Calvi nach Galéria zu fahren. Entweder man wählt die schnelle Variante vorbei am Flughafen oder aber man nimmt die kurvenreiche Küstenstrecke. Beide Strassen treffen vor der Brücke über den Fangofluss wieder zusammen. Wer will, macht einen kurzen Abstecher nach Galéria. Ansonsten fährt man Richtung Porto. Die Strecke ist wunderschön und man hat immer wieder tolle Ausblicke hinunter zum Meer. Ab dem Col de la Croix sieht man hinunter zum Golf von Porto, dem schönsten Golf Korsikas. Nach der Ankunft in Porto lohnt sich abends die Fahrt durch die Calanche nach Piana, die man auf keinen Fall auslassen darf. Schöne Ausblicke geniesst man auch von der D824, die von Piana zum Arone-Strand führt. Auf dem Rückweg nach Porto kann man beim Herz-Felsen auf den Sonnenuntergang warten.

 

Porto - Corte: Man verlässt nun die Westküste und fährt über Evisa hinauf zum höchsen Strassenpass Korsikas, dem Col de Vergio. Die meisten sind hier überrascht, wenn sie die Skilifte erblicken. Auf dieser Strecke und auch hinter dem Pass sind Schweine auf der Strasse garantiert! Man fährt durch die Niolo-Hochebene und danach durch die enge Schlucht Scala di Santa Regina. In Ponte Castirla fährt man nach Francardo und von dort Richung Corte. Es ist auch möglich, auf der schmalen D18 nach Corte zu fahren. In der Universitätsstadt Corte, der heimlichen Hauptstadt der Insel, sollte man unbedingt das korsische Museum in der Zitadelle besuchen. Lohnenswert ist auch der Ausblick vom Belvédère.

 

Corte - Propriano: Man verlässt Corte südwärts auf der N193 Richtung Ajaccio. Kurz vor Vivario überquert man auf einer neuen Brücke den Vecchio. Nebenan, auf der rechten Seite, erblickt man das von Gustave Eiffel erbaute Eisenbahnviadukt. Schliesslich erreicht man den Vizzavona-Pass, ehe es durch das Gravona-Tal abwärts Richtung Inselhauptstadt geht. Wer sich unterwegs die Beine vertreten will, biegt kurz nach Bocognano auf die D27 ab und besichtigt einen der höchsten Wasserfälle Korsikas, die Cascade du Voile de la Mariée, den Brautschleierwasserfall. Tierliebhabern sei der Besuch des Schildkrötenparks A Cupulatta empfohlen. In Ajaccio wurde Napoleon geboren. Heute ist sein Geburtshaus ein viel besuchtes Museum. Ohnehin ist der Kaiser der Franzosen hier allgegenwärtig. Weiter geht die Fahrt auf der N196 nach Propriano. Man könnte auch entlang der Küste auf der D55 fahren, dies zieht sich aber enorm in die Länge. Ein Besuch der bekanntesten prähistorischen Stätte Filitosa mit seinen kunstvoll bearbeiteten Menhirstatuen sollten geschichtlich Interessierte auf keinen Fall auslassen.

 

Propriano - Porto-Vecchio: Von Propriano aus ist es nicht weit bis nach Sartène, der korsischsten aller korsischen Städte. Unterwegs lohnt sich ein Abstecher zur Genuesenbrücke Spin'à Cavallu. In Sartène kann man auf der Place Porta gemütlich einen Kaffee trinken und danach durch die engen und dunklen Gassen der Altstadt schlendern. Auf der N196 geht es zügig Richtung Bonifacio. Unterwegs lohnt sich ein Fotostopp auf dem Roccapina-Pass, von wo aus man den steinernen Löwen und den vorgelagerten genuesischen Wachturm hervorragend sieht. Weinliebhaber machen einen Abstecher nach Figari und probieren dort, den meiner Meinung nach, besten Rotwein Korsikas in der Domaine de Tanella. In Bonifacio darf man die Bootstour auf keinen Fall auslassen! Der Blick auf die auf dem Kalkfelsen erbaute Altstadt ist sensationell. Ein Spaziergang durch die engen Gassen der Altstadt und auch die steile Treppe von Aragon sollte man ebenfalls nicht verpassen. Die Strasse nach Porto-Vecchio ist meist schnurgerade. Die schönsten Bademöglichkeiten findet man am Strand von Palombaggia oder Rondinara.

 

Porto-Vecchio - Solenzara: Von Porto-Vecchio aus fährt man auf der D368 über Ospedale und den Col de Illarata zum Bergdorf Zonza. Unterwegs - vor allem vom Ortsausgang von Ospedale aus - hat man eine tolle Aussicht auf den Golf von Porto-Vecchio. Auch die Staumauer des Ospedale-Stausees wird überquert. Kurz nach der Staumauer kann man eine kurze Wanderung zum Wasserfall Piscia di Gallo unternehmen. Dieser ist 60 m hoch und absolut senkrecht! Von Zonza aus führt die D268 zum wunderschönen Bavella-Pass. Hier oben kann man sich prima die Füsse vertreten. Danach führt die Strasse steil bergab in einen Talkessel und schliesslich wieder hoch auf den Col de Larone. Eine Weile später erreicht die Strasse den Fluss Solenzara und folgt diesem bis hinunter an die Küste. Unterwegs laden herrliche Gumpen zu einem Bad im glasklaren Fluss! Auf keinen Fall verpassen. Die schönsten Becken befinden sich beim Gaglioli-Snack oder beim Campingplatz U Rosumarinu. Wer in Solenzara keine Unterkunft findet (es gibt nur zwei Campingplätze und wenige Hotels), fährt auf der N198 nordwärts bis Ghisonaccia.

 

Solenzara - Bastia: Die letzte Etappe folgt immer der Nationalstrasse bis Bastia. Sollte das Schiff aber erst abends ablegen, so können zwischendrin mehrere schöne Abstecher gemacht werden. In Aléria kann die römische Ausgrabung und das Museum besucht werden. In Prunete biegt man Richtung Cervione ab und besucht dort das kleine aber feine Museum. Die Sicht auf die Ostküstenebene ist wunderbar. Auf der D330, der sogenannten Corniche, fährt man - vorbei an einem schönen Wasserfall - nach San-Nicolao und von dort wieder hinunter auf die N197. Weitere Abstecher führen entweder über die Dörfer der Casinca, um den Etang de Biguglia (pisanische Kathredrale La Canonica und Römerstadt Mariana) oder aber durch die Lancone-Schlucht zur romanischen Kapelle San Michele de Murato. Wer zu früh in Bastia ist, dem sei die Fahrt hoch auf den Col de Teghime und bis hinauf zur Serra di Pigno empfohlen. Das Panorama von diesem fast 1000 m hohen Hausberg von Bastia ist überwältigend!

 

 

2-wöchige Rundreise

Auf der vorgeschlagenen zweiwöchigen Rundreise wird das Quartier nicht jeden Tag gewechselt.

 

 

Etappe
Strecke ohne Ausflüge und Rundfahrten
Fahrzeit ohne Fotostopps
Bastia - Centuri
55 km
1 h 10 min
Centuri - St-Florent
60 km
1 h 40 min
St-Florent - St-Florent
0 km
St-Florent - Calvi
69 km
1 h 15 min
Calvi - Calvi
0 km
Calvi - Porto
80 km
2 h 20 min
Porto - Porto
0 km
Porto - Corte
85 km
2 h
Corte - Propriano
137 km
2 h 15 min
Propriano - Propriano
0 km
Propriano - Porto-Vecchio
89 km
1 h 10 min
Porto-Vecchio - Porto-Vecchio
0 km
Porto-Vecchio - Aléria
72 km
1 h 50 min
Aléria - Bastia
70 km
1 h 15 min
Bastia - Bastia
0 km
Total
717 km
12 h 15 min

 

Tourenbeschrieb Korsika-Rundfahrt 2

Korsika Rundreise 2 WochenBastia - Centuri: Nach der Ankunft in Bastia fährt man der Ostküste des Cap Corse entlang nordwärts. Den ersten Stopp legt man in Erbalunga ein. In Pietracorbara findet man einen schönen Sandstrand, ehe man am fotogenen Genuesenturm Tour de L'Osse vorbeifährt. In Macinaggio verlässt die Strasse die Küste und überquert die Halbinsel. Wer am Morgen mit der Fähre angekommen ist, hat sicherlich noch Zeit, nach Barcaggio - ganz an der Nordspitze des Cap Corse gelegen - zu fahren. Auch hier gibt es einen schönen Sandstrand. Vorgelagert ist die kleine Ile de Giraglia. Wieder auf der D80, steigt man vom Col de la Serra hoch zur restaurierten Windmühle Mattei. Das Panorama ist einmalig! Weiter gehts hinunter nach Centuri-Port, dem malerischsten Fischerdorf Korsikas. Den Sonnenuntergang geniesst man entweder von der Terrasse des Restaurants Le Langoustier oder aber von der Hafenmauer aus.

 

Centuri - St-Florent: Von Centuri aus fährt man nach Morsiglia, wo man wieder auf die D80 trifft. Diese ist bis Pino eng und kurvenreich, die Ausblicke tief hinunter zum Meer sind aber herrlich. Kurz vor Pino folgt man der Beschilderung nach Luri bis zum Col de Santa Lucia. Dort führt rechterhand eine schmale Strasse hoch, welcher man bis zu ihrem Ende folgt. Von hier geht es zu Fuss in 20 Minuten hoch zum Senèque-Turm mit grandiosem Panorama. Zurück in Pino gehts weiter südwärts. Ein weiterer Stopp bietet sich in Nonza an. Auch hier wird ein Turm mit toller Aussicht besucht. In Patrimonio, dem bekannten Winzerdorf, wo überall Weinproben gemacht werden können, verlässt man das Cap Corse. Von hier aus ist es nur noch ein Katzensprung bis St-Florent.

 

St-Florent - St-Florent: Am Vormittag bietet sich eine Rundfahrt durchs Nebbio über San-Pietro-di-Tenda, Sorio, Piève Murato, Oletta zum Col de Teghime an. Von dort führt ein schmales Strässchen hinauf auf die 961 m hoche Serra di Pigno mit ihrem weiten Panorama. Zurück in St-Florent lädt der Roya-Strand zu einem Bad oder aber man fährt mit einem Touristendampfer zum wunderschönen Loto-Strand.

 

St-Florent - Calvi: Durch die Désert des Agriates führt die D81. Von ihr hat man immer wieder schöne Ausblicke auf die Westküste des Cap Corse. Schliesslich gelangt man auf die N1197, der man bis Lozari folgt. Dort biegt man auf die N197 nach Belgodère ab und fährt ab dort auf der D71 nach Speloncato. Beides sind äusserst schöne Dörfer der Balagne. Von Speloncato lohnt sich der Abstecher auf die 1099 m hohe Bocca di a Battaglia. Weiter geht die Rundfahrt durch die östliche Balagne über Feliceto, Cateri, Sant'Antonino, Aregno, Corbara nach Ile-Rousse. Dort spaziert man zum Leuchtturm auf der roten Halbinsel und fährt am späten Nachmittag auf der N197 nach Calvi.

 

Calvi - Calvi: Wer die Zitadelle von Calvi noch nicht besichtigt hat, sollte dies am Vormittag tun. Danach bietet sich eine Rundfahrt durch die westliche Balagne über Calenzana, Zilia, Montemaggiore, Cateri, Lavatoggio und Lumio an. Von Lumio aus kann eine kleine Wanderung zum verlassenen Dorf Occi unternommen werden. Am späteren Nachmittag sollte man zur Notre-Dame de la Serra fahren und das Panorama über den ganzen Golf von Calvi geniessen.

 

Calvi - Porto: Es gibt zwei Möglichkeiten, von Calvi nach Galéria zu fahren. Entweder man wählt die schnelle Variante vorbei am Flughafen oder aber man nimmt die kurven- und ausblicksreiche Küstenstrecke D81b. Beide Strassen treffen vor der Brücke über den Fangofluss wieder zusammen. Wer will, macht einen kurzen Abstecher nach Galéria. Auch eine Abkühlung im kristallklaren Fangofluss ist möglich. Am nächsten liegt die Badestelle bei der genuesischen Brücke. Danach fährt man weiter Richtung Porto. Die Strecke ist wunderschön und man geniesst immer wieder tolle Ausblicke hinunter zum Meer. Ab dem Col de la Croix sieht man hinunter zum Golf von Porto, dem schönsten Golf Korsikas.

 

Porto - Porto: Wer gerne badet, findet rund um den Golf von Porto zahlreiche kleine Buchten. Besonders schön sind auf der Nordseite die Strände von Gratelle und Bussglia und auf der Südseite die kleine Bucht von Ficajola. Auch Porto selbst verfügt über einen grossen Kiesstrand. Wer Sand bevorzugt, fährt nach Piana und von dort zum Strand von Arone. Es bieten sich auch mehrere Wanderungen an. Spektakulär ist jene auf das Capu Rossu oder aber man wandert auf der Nordseite des Golfes auf die Punta Castellucciu. Höhepunkt des Golfes von Porto ist die Calanche kurz vor Piana! Die ohnehin schon roten Felsen leuchten abends noch viel stärker. Eine kurze Wanderung führt vom Tête du Chien zum Château. Richtig romantisch ist ein Sonnenuntergang mit Sicht auf den Herzfelsen!

 

Porto - Corte: Man verlässt nun die Westküste und fährt über Evisa hinauf zum höchsen Strassenpass Korsikas, dem Col de Vergio. Die meisten sind hier überrascht, wenn sie die Skilifte erblicken, die sich etwas unterhalb in östlicher Richtung befinden. Auf dieser Strecke und auch hinter dem Pass sind Schweine auf der Strasse garantiert! Man fährt durch die Niolo-Hochebene und danach durch die enge Schlucht Scala di Santa Regina. In Ponte Castirla fährt man nach Francardo und von dort Richung Corte. Es ist auch möglich, auf der schmalen D18 nach Corte zu fahren. In der Universitätsstadt Corte, der heimlichen Hauptstadt der Insel, sollte man unbedingt das korsische Museum in der Zitadelle besuchen. Lohnenswert ist auch der Ausblick vom Belvédère.

 

*** Man könnte in Corte gut auch eine zweite Übernachtung einlegen und diese in Propriano einsparen. So könnte man das Restonica-Tal hinauf fahren und die äusserst beliebte Wanderung zum Melo- und Capitellosee unternehmen.***

 

Corte - Propriano: Man verlässt Corte südwärts auf der N193 Richtung Ajaccio. Kurz vor Vivario überquert man auf einer neuen Brücke den Vecchio. Nebenan, auf der rechten Seite, erblickt man das von Gustave Eiffel erbaute Eisenbahnviadukt. Schliesslich erreicht man den Vizzavona-Pass, ehe es durch das Gravona-Tal abwärts Richtung Inselhauptstadt geht. Wer sich unterwegs die Beine vertreten will, biegt kurz nach Bocognano auf die D27 ab und besichtigt einen der höchsten Wasserfälle Korsikas, die Cascade du Voile de la Mariée, den Brautschleierwasserfall. Tierliebhabern sei der Besuch des Schildkrötenparks A Cupulatta empfohlen. In Ajaccio wurde Napoleon geboren. Heute ist sein Geburtshaus ein viel besuchtes Museum. Ohnehin ist der Kaiser der Franzosen hier allgegenwärtig. Weiter geht die Fahrt auf der N196 nach Propriano.

 

Propriano - Propriano: Die Region um den Golf von Valinco ist reich an prähistorischen Funden. Allen voran ist Filitosa mit den wunderschön ausgearbeiteten Menhirstatuen zu erwähnen. In der Sartenais findet man die grösste Anhäufung an Menhiren des gesamten Mittelmeerraumes. Auch ein prächtiger Dolmen ist zu sehen. Eine schöne Rundfahrt bietet sich an: Von Propriano aus fährt man auf der D121 nach Campomoro und wieder ein Stück zurück nach Belvédère. Weiter gehts via D21 über Grossa auf die D48 und danach Richtung Tizzano. Den Dolmen und zwei Menhiranhäufungen findet man auf dem Plateau de Cauria, die grösste Menhirsammlung (Alignement de Pagliaggiu) liegt kurz vor Tizzano. Am frühen Abend kann man auf der Place Porta von Sartène einen Apéro nehmen und danach durch die engen Gassen der Altstadt schlendern. Auch das prähistorische Museum lohnt einen Besuch. An der Nordseite des Golfes von Valinco findet man mehrere hübsche Badebuchten.

 

Propriano - Porto-Vecchio: Auf dem Weg nach Sartène lohnt sich ein Abstecher zur Genuesenbrücke Spin'à Cavallu. Auf der N196 geht es zügig Richtung Bonifacio. Unterwegs lohnt sich ein Fotostopp auf dem Roccapina-Pass, von wo aus man den steinernen Löwen und den vorgelagerten genuesischen Wachturm hervorragend sieht. Weinliebhaber machen einen Abstecher nach Figari und probieren dort den, meiner Meinung nach, besten Rotwein Korsikas in der Domaine de Tanella (Cuvée Alexandra). In Bonifacio darf man die Bootstour auf keinen Fall auslassen! Der Blick auf die auf dem Kalkfelsen erbaute Altstadt ist sensationell. Ein Spaziergang durch die engen Gassen der Altstadt und auch die steile Treppe von Aragon sollte man ebenfalls nicht versäumen. Die Strasse nach Porto-Vecchio ist meist schnurgerade. Die schönsten Bademöglichkeiten findet man am Strand von Palombaggia oder Rondinara.

 

Porto-Vecchio - Porto-Vecchio: Rund um Porto-Vecchio findet man zahlreiche torreanische Festungen. Am lohnenswertesten ist jene von Arragiu. Doch auch Strandliebhaber kommen in dieser Region voll auf ihre Kosten. Nördlich und südlich der Stadt gibt es herrliche, weisse Strände. Ein idealer Tag zum Entspannen!

 

Porto-Vecchio - Aléria: Von Porto-Vecchio aus fährt man auf der D368 über Ospedale und den Col de Illarata zum Bergdorf Zonza. Unterwegs - vor allem vom Ortsausgang von Ospedale aus - hat man eine tolle Aussicht auf den Golf von Porto-Vecchio. Auch die Staumauer des Ospedale-Stausees wird überquert. Kurz nach der Staumauer kann man eine kurze Wanderung zum Wasserfall Piscia di Gallo unternehmen. Dieser ist 60 m hoch und absolut senkrecht! Von Zonza aus führt die D268 zum wunderschönen Bavella-Pass. Hier oben kann man sich prima die Füsse vertreten. Danach führt die Strasse steil bergab in einen Talkessel und schliesslich wieder hoch auf den Col de Larone. Eine Weile später erreicht die Strasse den Fluss Solenzara und folgt diesem bis hinunter an die Küste. Unterwegs laden herrliche Gumpen zu einem Bad im glasklaren Fluss! Auf keinen Fall verpassen. Die schönsten Becken befinden sich beim Gaglioli-Snack oder beim Campingplatz U Rosumarinu. Auf der N198 fährt man bis nach Aléria, wo man am Abend noch die Ausgrabung der römischen Stadt und das dazu gehörende Museum besuchen kann.

 

Aléria - Bastia: Die letzte Etappe folgt immer der Nationalstrasse bis Bastia. Sollte das Schiff aber erst abends ablegen, so können zwischendrin mehrere schöne Abstecher gemacht werden. In Aléria kann die römische Ausgrabung und das Museum besucht werden. In Prunete biegt man Richtung Cervione ab und besucht dort das kleine aber feine Museum. Die Sicht auf die Ostküstenebene ist wunderbar. Auf der D330, der sogenannten Corniche, fährt man - vorbei an einem schönen Wasserfall - nach San-Nicolao und von dort wieder hinunter auf die N197. Weitere Abstecher führen entweder über die Dörfer der Casinca, um den Etang de Biguglia (pisanische Kathredrale La Canonica und Römerstadt Mariana) oder aber durch die Lancone-Schlucht zur romanischen Kapelle San Michele de Murato. Wer zu früh in Bastia ist, dem sei die Fahrt hoch auf den Col de Teghime und bis hinauf zur Serra di Pigno empfohlen. Das Panorama von diesem fast 1000 m hohen Hausberg von Bastia ist überwältigend!

 

 

 

 

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