Korsika - ein Paradies im Mittelmeer Français  

Capo di Muro

Capo di Muro

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Capo di MuroHin zurück nur bis zum Turm:  ca. 1½ h

Rundwanderung zur Kapelle und zum Leuchtturm: ca. 3 h 15 min

Anforderung: leichte Wanderung

Besonderes: Kaum Gefälle; Weg 1-2m breit und kaum zu verfehlen; zum Turm für Kinder ab ca. 7 Jahren eeignet; bestens mit guten Turnschuhen oder mit Sportsandalen mit ausgeprägtem Profil begehbar

 

Tour: Auf der Küstenstrasse Ajaccio-Propriano D155 folgen wir dem Wegweiser „Capu di Muru“ bis die Strasse in Cascionu endet. Dort parken wir das Auto am Strassenrand und wandern geradeaus vorbei an der kleinen Bar (Relais de la Tour de Capo di Muro). Nach wenigen Metern gelangen wir an ein Viehgatter, welches wir umgehen. Rechts führt eine Asphaltstrasse hinauf, welche wir nicht zu beachten brauchen. Weitere 5 min später treffen wir auf eine Gabelung. Wir können nur den Weg links nehmen, weil der rechts mit einer Kette versperrt ist und ein Schild dran hängt, es sei eine Privatstrasse. Frisch fröhlich führt uns der Weg leicht abwärts bis nach ca. 20 min ein grosses Schild rechts angebracht ist vom Capu di Muro. Auf einem niedrigen Eisenpflock befindet sich eine kleine Markierung, welche uns den Weg nach rechts zum Turm weist. Nun ist es etwas schmaler und teilweise befinden wir uns in hohem Buschwerk, doch die natürlichen Steintreppen machen das Vorankommen einfach. Nach weiteren 20 min erreichen wir bereits den Turm. Über eine Aussentreppe gelangen wir ins Innere und über eine steile Steintreppe auf die offene, grosse Plattform. Die Aussicht über die Zinnen ist grandios. Ist das Wetter gut, reicht der Blick zu Korsikas Hauptstadt Ajaccio mit dem dazugehörigen Golf. Wer bereits genug hat, kehrt auf demselben Weg zurück.

Wenn wir schon mal hier sind, sollten wir doch unbedingt den Rundweg vollenden. Ungefähr 15 m vom Turm zweigt rechts ein ganz schmaler Pfad zum Meer hinunter ab. Den nehmen wir nicht und auch nicht den Weg, wo wir hergekommen sind sondern jenen, der ansteigt. Nach wenigen Minuten gelangen wir zu einem gut erhaltenen Steinhaus (Casa de Capu di Muru). Am Boden stossen wir wieder auf eine dieser Markierungen, welche mittels Pfeil den Weg zur „Chapelle A Madonnuccia“ weist und gleich nach wenigen Metern vorbei an einem alten Steinbackofen führt. Die Aussicht ist sensationell und auch wenn es keine üblichen Steinmännchen oder farbige Markierungen hat, der Weg ist so deutlich, dass man nicht davon abkommen kann.

Capo di MuroNach etwa 20 min sind wir auf Meereshöhe und das Gestein um uns faszinierend zerklüftet und ausgefressen. Wieder zeigt uns eine Markierung den Weg dem Meer entlang zur Kapelle, welche nach 10 min auftauscht. Im Sommer und bei nicht zu starker Brandung lässt sich hier an einer kleinen Bucht baden. Die Kapelle stellt sich als kleines, halboffenes Häuschen mit einer Madonnenstatue heraus. In wenig Distanz erblickt man etwa 4 winzige Häuschen. Eines davon befindet sich auf einem hohen Felsturm gleich am Meer. Oberhalb der Kapelle thront der kleine, weiss-schwarze Leuchtturm. Unser Weg führt aber nicht dorthin, sondern der Küste entlang teils über Felsbrocken. Nach 5 min kommen wir an einem quaderförmigen Gebäude am Meer entlang, das wohl mal als Haus diente. Es hat einen Bootssteg oder man könnte dort auch baden.

Während 30 min haben wir immer wieder den Blick auf das Meer rechterhand. Der Weg gabelt sich schliesslich, von der Markierung fehlt aber die Tafel, nur noch die Halterung ist vorhanden. Nach rechts könnte man einen kurzen Abstecher machen und nach 5min zu den „Rochers de Monte Biancu“ machen und nochmals ein Päuslein am Meer einlegen. Wir aber nehmen das einzig steile Wegstück der gesamten Wanderung in Angriff, welche wir nach 15 min schon bewältigt haben und uns wieder auf einen breiteren Weg führt, welcher dann nach weiteren 5 min auf den Pfad trifft, auf dem wir hergekommen sind (Abzweig zum Turm mit Tafel). Leicht aufwärts geht es nun gemütlich 20 min zurück nach Cascionu, wo wir eventuell uns an der Bar erfrischen wollen oder unser Auto wiederfinden.

                                                          Beschreibung und Bilder von Claudia Lendi

 

 

Capo di Muro Capo di Muro
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