Korsika - ein Paradies im Mittelmeer Français  

Capu d'Ortu

Capu d'Ortu - Der Hausberg von Porto

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Capu d'OrtuAufstieg: je nach Variante 800 – 1200 Höhenmeter, d.h. 2,5 – 4 h
Abstieg: je nach Variante 800 – 1200 Höhenmeter, d.h. 2 – 3 h
Ausrüstung: gutes Schuhwerk, genügend zu trinken und zu essen, dem Wetter angepasste Kleidung, Sonnenschutz, evtl. Wanderstöcke

 

Anfahrt: Für unsere Besteigung mit unseren Kindern (der Kleine im Tragerucksack, die fast 6-jährige, berggewohnte Tochter zu Fuss) wählten wir als Startpunkt den höchstmöglichen mit Auto erreichbaren. Dazu fährt man von Porto Richtung Piana, durchquert die wunderschöne Calanche. Etwa 150 m vor der Brücke über den Mezzanu zweigt links eine markante Strasse zu einem alten Fussballplatz ab. Gleich beim Fussballplatz befindet sich ein Parkplatz. Dieser Parkplatz auf rund 490 m ü.M. (Achtung: Höhenbeschränkung bei der Einfahrt; man findet aber problemlos auch ausserhalb ein Plätzchen an der Strasse) ist auch der Ausgangspunkt für den Maultierpfad durch die Calanche.

 

 

Tour: Zunächst folgt man den Wegweisern über den Fussballplatz bis über die erste Brücke. Der Maultierpfad führt nun nordwärts weiter, um auf den Capu d’Ortu zu gelangen folgt man ostwärts dem Bach (Rau. de Piazza Moninca). Sanft ansteigend sind die nächsten 1,2 km und rund 100 Höhenmeter eine ideale Eingehstrecke.
Kurz vor der ersten richtigen Wegkehre muss man sich entscheiden, ob man dem gut markierten Weg auf der nördlichen Bachseite weiterfolgen oder die Bachseite wechseln und zunächst dem Weg auf den Capu di u Vitullu folgen möchte.
Wir haben uns für ersteres entschieden und stiegen auf dem angenehm angelegten Zick-Zack-Weg rund 300 Höhenmeter zur Bocca di Piazza (956 m ü.M.) auf. Hier war etwa die Hälft der Tour geschafft.
Leicht südostwärts absteigend ging es auf dem markanten Weg weiter; doch nur ca. 250 m. In der nächsten markanten Wegkehre zweigte nordöstlich haltend der markierte Weg Richtung Capu d’Ortu ab. Langsam kam man aus dem Wald hinaus in eine skurrile Felslandschaft, die das Fotografenherz höher schlagen liess. Der Weg war nun etwas anspruchsvoller und steiniger, jedoch mit Steinmännchen immer gut markiert. Es folgte nochmals eine Passage durch ein Kiefernwäldchen und wir standen vor dem Schlussanstieg (ca. 300 Höhenmeter) zum Capu d’Ortu. Diese Strecke zog sich in die Länge. Bei unserer Besteigung hatte es Nebelschwaden und es folgte kleiner Aufschwung um kleinen Aufschwung bis wir oben waren. Wie ich mir sagen liess, sei aber auch bei idealen Sichtbedingungen der Gipfel nicht von ganz unten sichtbar und man sei nach jedem Aufschwung erstaunt, dass noch ein nächster folge… Doch irgendwann war es der letzte, der Nebel verzog sich immerhin teilweise und wir konnten die Aussicht geniessen – zwar nicht auf Porto, das unter uns im Nebel lag, doch auf die markanteren und weniger markanteren Berge im Osten.
Der Abstieg erfolgt bis zur Wegabzweigung bei der Bocca di a Piazza auf derselben Route. Will man von dort aus nicht den Aufstiegsweg zurück zum Auto gehen, folgt man dem Weg südostwärts absteigend bis zu den Fontaines de Piazza Moninca. Der Direktabstieg führt entlang des Rau. de Piazza Moninca zurück zum Parkplatz. Wer Lust auf noch mehr Wandern hat, könnte von den Fontaines aus aber auch nochmals knapp 500 Höhenmeter aufsteigen und den Capu di u Vitullu besteigen.
Mit unserer Familie wählten wir von der Abzweigung aus den Abstieg über die Bocca di a Piazza, die Bocca Larga und vorbei am Löwenfelsen zurück zum Parkplatz. Dieser Abstieg geht in der oberen Hälfte zunächst über angenehm geneigt angelegte Wege zu einem Hain mit uralten Kastanienbäumen. Der untere Abschnitt des Weges bis auf den Maultierpfad ist dann nochmals etwas steiler.

 

 

Varianten: Ein Blick auf die IGN-Karte «Porto» eröffnet einem viele Wegmöglichkeiten, so z.B. von den «Rochers bleus» oder von der Serpentine vor dem «Tête du chien» aus. Diese Wege sind auf der Karte rot ausgezeichnet.
Eine reizvolle Variante wäre sicherlich der Pfad direkt ab dem Campingplatz «Funtana a l’Ora». Nach 800 Höhenmetern erreicht man die Foce d’Ortu, von wo aus man den Capu d’Ortu über einen Alpinweg (auf der Karte gepunktet eingezeichnet) erreicht.
Die Variante mit dem Alpinweg lässt sich auch machen, wenn man bei Fussballplatz startet und zunächst über die Fontaines de Piazza Moninca zur Foce d’Ortu aufsteigt.
Alles in allem ist der Capu d’Ortu sicher ein Berg, der mehr als einmal bestiegen werden kann, ohne dass es einem dabei langweilig werden würde.

Beschreibung: Corina Rupp

Bilder: Claudia Lendi

 

Capu d'Ortu Capu d'Ortu
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