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Das Cap Corse

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> Langustenfischerei in Centuri > Panorama von Centuri
> Panorama von den Windkraftwerken  

 

Korsika Cap CorseDas Cap Corse ist 40 km lang, zwischen 10 und 15 km breit und wird gern auch als Korsika in Miniatur bezeichnet. Wie eine Kompassnadel weist die Halbinsel nach Norden. Idealerweise fährt man im Gegenuhrzeigersinn von Bastia aus um das Cap Corse herum nach St-Florent. Zum Fotografieren hat man so immer ideale Lichtverhältnisse und fährt zudem an der dem Meer zugewandten Seite mit spektakuläreren Blicken in die Tiefe. Für ein erstes Kennenlernen des Caps reicht ein Tag aus, die Halbinsel ist aber enorm vielfältig und abwechslungsreich und man kann problemlos einen ganzen Urlaub hier verbringen. Die Ostküste fällt eher flach zum Meer hin ab und man findet zahlreiche Badebuchten, die schönsten davon in Pietracorbara und nördlich von Macinaggio. Im Westen ist die Küste viel zerklüfteter und die Strasse führt teilweise hoch über dem Meer entlang. Das schönste Dorf am Cap Corse ist Centuri, das für den Langustenfang bekannt ist. Seine pastellfarbenen, schiefergedeckten Häuser drängen sich um den kleinen Hafen.

Beliebt ist die Cap-Umrundung auch mit dem Fahrrad oder mit einem in Bastia oder St-Florent geliehenen Motorroller. Die Strasse rund ums Cap Corse ist grösstenteils gut ausgebaut. Nur zwischen Macinaggio, Centuri und Pino ist sie noch etwas eng. Für Wohnwagen wird die Umrundung nicht empfohlen. Besser den Wohnwagen in Pietracorbara auf dem Campingplatz abstellen und die Rundfahrt nur mit dem Auto unternehmen.

 

 


Das Cap Corse auf einer größeren Karte anzeigen

 

Karte Cap Corse

Karte Cap Corse

 

Diese Karte ist ein Ausschnitt aus der Karte 'world mapping project Korsika'. (c) REISE KNOW-HOW Verlag Peter Rump Gmbh

 

 

Die Rundreise ums Cap Corse beginnt in Bastia. Entweder fährt man auf der D80 entlang der Küste nordwärts, oder aber man wählt die Corniche, die D31, welche über die Dörfer Ville-di-Pietrabugno und San Martino-di-Lota führt. Von dieser Strasse aus geniesst man eine herrliche Weitsicht auf die Küste und die Inseln Capraja, Elba und Monte Cristo (von Nord nach Süd). Bei Miomo erreicht man dann wieder die Küstenstrasse.

 

Variante Corniche:

Von der Place St-Nicolas in Bastia aus färht man auf der D81 Richtung St-Florent. Nach 4.5 km biegt man auf dieD231 (Schild Cardo) und danach auf die D31 ab. Wer nach der Cap-Rundreise nicht nach Bastia zurückkehrt, soll Serra di Pignovorher noch auf die 960 m hohe Serra di Pigno, den Hausberg Bastias, fahren. Der Blick schweift über die Stadt, den Etang de Biguglia im Osten und nach St-Florent, das Nebbio und die Désert des Agriates sowie den Weinbergen von Patrimonio im Westen. Bei klarer Sicht sieht man am Horizont den toskanischen Archipel, die Inseln Capraja, Elba und Monte Cristo und ganz selten sogar das italienische und französische Festland. Über die schmale D338 ist die Serra di Pigno vom Col de Teghime aus bequem erreichbar. Wer die Rundreise wieder in Bastia beendet, kann sich die Serra di Pigno auch für den Schluss aufheben. Die Sicht ist allerdings früh am Morgen besser.

Am schönsten ist der Blick von San Martino-di-Lota. Die Hauptstrasse erreicht man wieder in Miomo. Allerdings verpasst man dann den am Kiesstrand stehenden Genueserturm. Wer diesen noch sehen möchte, parkt den fahrbaren Untersatz und geht entlang der Strasse südwärts.

 

Variante Küstenstrasse:

Von der Place St-Nicolas aus fährt man nordwärts, am Hafen vorbei und folgt den Schildern Richtung Cap Corse. Das Gebiet nördlich von Bastia ist recht zugebaut. Hier wohnen die besser Verdienenden. Oberhalb und unterhalb der Strasse stehen schöne Villen. Es ist ratsam, Bastia nicht mit fast leerem Tank zu verlassen, denn es gibt auf dem Cap Corse nicht viele Tankstellen. Auch genügend Bargeld sollte man dabei haben! Im Nordteil des Caps gibt es nur einen Geldautomaten (in Macinaggio) und wenn der mal nicht funktioniert, hat man ein Problem.

 

Pietranera ist einer der Villenorte bei Bastia. Den Namen des Dorfes hat Prosper Mérimée in seiner Novelle Colomba als Handlungsort verwendet. Die Geschichte spielte aber nicht - wie fälschlicherweise auch geschrieben wird - hier nördlich von Bastia. In Pietranera gibt es einige Hotels, die sich als letzte Übernachtung vor der Heimreise anbieten.

 

Korsika Miomo In Miomo erblickt man bereits den ersten Genueserturm, die rund um das Cap Corse in besonders grosser Dichte vorhanden sind. Er steht am Nordende der kleinen Kiesbucht und ist von der Strasse aus schon ein gutes Fotomotiv. In Miomo gibt es zwei kleine Campingplätze.

 

Schliesslich durchfährt man die kleinen Orte Grigione und Lavasina, die beide mit einer kleinen Kiesbucht aufwarten. In Lavasina findet jedes Jahr am 8. September eine Prozession zum Strand statt.

 

Korsika ErbalungaErbalunga ist ein kleines Fischerdorf und liegt bereits schon 10 km nördlich von Bastia. Die kleine Landzunge, auf der sich die Häuser eng aneinander reihen und an deren äusseren Spitze ein halb verfallener Genueserturm steht, ist ein äusserst beliebtes Fotomotiv, vor allem dann, wenn im Hintergrund noch eine Fähre vorbei zieht. Kurz vor Erbalunga fällt einem vielleicht ein grosses Gebäude mit der Aufschrift "Les Glaciers du Brando" auf. Hier wurde bis Anfangs des 20. Jahrhunderts Schnee zwischengelagert. Richtig: weissen, kalten Schnee! Dieser diente dazu, die Brunnen der Stadt Bastia im Sommer zu kühlen uns so das Wasser vor dem Faulen zu schützen. Doch woher kam der Schnee? Dieser wurde im Winter auf dem Kamm nördlich der Serra di Pigno in ein Lager geschaufelt. Diese Gebäude waren an schattigen Stellen gebaut und halb im Boden versenkt. Dort, auf fast 1000 m Höhe, hielt sich der Schnee hervorragend. Er wurde dann mit Maultieren den Berg hinunter in eben dieses Gebäude an der Strasse gebracht und von dort aus weiter verteilt. In Ajaccio übrigens gab es das gleiche System.Korsika Erbalunga Hafen

Das Auto parkt man am besten auf dem grossen Parkplatz auf der linken Seite der Strasse (ausgeschildert) und geht zu Fuss bis zum Genueserturm. Von der Seeseite her kann dieser mit etwas Klettererfahrung sogar bestiegen werden. Über die Aussenfassade gelangt man so ins erste Obergeschoss, von wo aus zwei Treppen hinauf führen. Nördlich dieser Landzunge, die übrigens bei Schnorchlern beliebt ist, befindet sich der kleine Fischerhafen. Zu diesem gelangt man durch eine keinen Meter breite Gasse - oder aussen rum. Das Restaurant Le Pirate ist bei Fischliebhabern sehr beliebt. Weitere Berühmtheit erlangte es als Drehort des Films L'Enquête Corse, in dem Jean Reno und Christian Clavier mitspielten. Sehr stilvoll übernachtet man im Hotel Castel Brando.

Erbalunga heisst auf deutsch übrigens "langes Gras".

 

Hinter Erbalunga wird die Landschaft wilder und man lässt das Einflussgebiet Bastias endgültig hinter sich.

 

Schliesslich erreicht man Marine de Sisco. Bei einem Blick auf die Karte fällt auf, dass entlang der Cap-Küste mehrere Marines liegen, wobei der eigentliche Ort, oder die einzelnen Weiler im Hinterland liegen. Die Marine diente früher als Hafenstützpunkt, während die Leute aus Furcht vor Überfällen das Landesinnere bevorzugten.

Wer das Cap nicht an einem einzigen Tag umrundet, soll einmal das Sisco-Tal hochfahren. Von der Kirche San Martinu aus führt die schmale D32 nordwärts. Nach gut 500 m führt links eine Piste den Hang hinauf. Folgt man dieser zu Fuss, gelangt man zur kleinen romanischen Kapelle San Michele, die auf einem Felsen errichtet worden ist und von wo aus man eine schöne Sicht aufs Sisco-Tal bis hinunter zum Meer hat. Die Kapelle wurde bereits im 11. Jahrhundert errichtet. Sie ist leider verschlossen und kann nur von aussen betrachtet werden.

Marine de Sisco verfügt über einen kleinen Kiesstrand, der aber nicht zum Baden verführt.

 

Etwas nördlich von Sisco befindet sich oberhalb der Küstenstrasse ein ehemaliges Kloster. Es wurde in ein Wohnhaus umgewandelt, ist in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden.

 

Korsika Pietracorbara Strand4 km nördlich von Marine de Sisco liegt Marine de Pietracorbara. Hier findet man eine nette und feinsandige Badebucht. Eine schöne Aussicht geniesst man vom markanten Hügel mit der Turmruine drauf. Etwas zurückversetzt liegt der tolle Campingplatz La Pietra. Wer zur Abwechslung einmal ein Bad im Bach nehmen möchte, ist in Pietracorbara hier richtig. Fährt man auf der D232 5.5 km landeinwärts bis zum Weiler Selamace, fehlt nur noch ein Fussmarsch von 5 Minuten bis zu einer tollen Badegumpe mit einer malerischen Genueserbrücke. Sehr empfehlenswert!

 

Zwischen Marine de Pietracorbara und dem Dörfchen Porticciolo steht oberhalb der Strasse der Genueserturm von L'Osse (Tour de l'Osse). Dieser ist perfekt erhalten geblieben! Es ist sogar möglich, ihn zu besteigen, aber wie in Erbalunga führt auch hier keine Aussentreppe zum Eingang, wie das bei anderen Türmen der Fall ist. Man ist gezwungen, an der Fassade hochzuklettern. Nicht ganz ungefährlich! Unterhalb der Strasse gehen Schnorchler gerne ihrem Hobby nach. Im Sommer 2002 brannte die Macchia um den Turm herum ab. Seither erkennt man die zahlreichen Terrassen aus aufgeschichteten Steinen gut. Diese zeugen von der einstigen intensiven landwirtschaftlichen Nutzung des Cap Corse. Solche angelegten Terrassen findet man mit aufmerksamen Augen rund ums Cap.

 

Korsika Cap Corse Porticciolo Porticciolo ist ein schmuckes Fischerdörfchen mit winzigem Hafen. Die Häuser sind schiefergedeckt und - wie in Centuri - pastellfarben angestrichen. Geht man durch die engen Gassen zum Hafen hinunter, entdeckt man darüber einen restaurierten, zur Ferienwohnung umgenutzten, Genueserturm.

Nördlich von Porticciolo führt die Strasse gleich hinter einem Strand durch, der aber in den letzten Jahren mit viel angeschwemmtem Seegras verschmutzt war.

 

In Santa Severa, auch Marine de Luri genannt, mit seinem kleinen Jachthafen, hat man die Möglichkeit, die Tour ums Cap Corse über Luri und den Col de Ste-Lucie (Santa Lucia) abzukürzen. Wer aber auch die Nordspitze erkunden möchte, bleibt hier auf der D80 Richtung Macinaggio. Weinliebhaber machen einen Halt bei der Domaine de Pieretti auf der rechten Seite am nördlichen Ortsausgang. Für mich gibt es hier den besten Rotwein des Cap Corse. Im Weiler Piazza, dem Hauptort der Gemeinde Luri, findet jedes Jahr am ersten Juliwochenende ein Weinfest statt. Bei diesem hat man die Möglichkeit, die Weine von allen bekannten Produzenten Korsikas zu degustieren und natürlich zu kaufen. Abends gibt es Unterhaltung mit Musik.

Am Hafen haben in der Saison zwei Restaurants geöffnet. Hier isst man ruhiger als im touristischen Macinaggio, das einige Kilometer nördlich liegt. Der Strand von Santa Severa war im Sommer 2009 ungepflegt.

Wer nicht mehr viel Benzin im Tank hat, soll hier noch für Nachschub sorgen, denn die nächste Tankstelle findet man erst an der Westküste des Cap Corse. Jene von Macinaggio wurde geschlossen.

 

 

Marine de Meria ist der zweitletzte Ort an der Ostküste des Cap Corse. Wer die Cap-Tour abkürzen möchte, kann im Ort auf die D35 nach Morosaglia abbiegen. Die schmale und sehr kurvenreiche Strasse führt ein einsames Tal hinauf. Man fährt an mehreren stillgelegten Minen vorbei. Nach der Passhöhe bietet sich eine wunderschöne Aussicht auf die nördliche Westküste des Cap Corse. Meria selbst liegt etwas oberhalb und ist über die D135 zu erreichen. Der Kiestrand von Marine de Meria wird in der Saison vor allem von Einheimischen aufgesucht. Hunde sind verboten. Auf der nördlichen Seite der Bucht steht ein unschön restaurierter Genueserturm.

 

Korsika Cap Corse Macinaggio In Macinaggio verlässt die D80 die Küste und führt über den Col St-Nicolas an die Westküste des Caps. Von Macinaggio aus startete Pasquale Paoli seinen Feldzug nach Capraja. Heute besitzt der Ort den grössten Jachthafen des Cap Corse. Macinaggio ist in der Saison ein quirliger Ort mit viel Leben. Entlang der Hafenpromenade reiht sich ein Restaurant und eine Bar an die andere. Der Hafen bietet Platz für über 500 Boote.

Wer baden möchte, findet nördlich des Dorfes einen Strand. Lohnenswerter und vor allem etwas leerer ist der Strand von Tamarone, der rund einen Kilometer nördlicher liegt und über eine Piste erreichbar ist. Einen schönen Blick auf Macinaggio hat man von der Punta di a Coscia aus. Auf dieser nördlich gelegenen Landzunge stehen noch die Überreste einer Windmühle. Ab der Saison 2010 sollen ab Macinaggio auch Tagesausflüge zur Insel Elba angeboten werden. Ob das je zustande kommt, wird man sehen...

In Macinaggio startet - oder endet - der Sentier des Douaniers - der Zöllnerpfad, der die Nordspitze des Caps umrundet und bis Centuri führt.

Oberhalb von Macinaggio liegt das Dorf Tomino.

 

Die Finocchiarola-Inseln liegen etwas nördlich von Macinaggio. Sie wurden 1987 unter Naturschutz gestellt und können von Macinaggio aus mit dem Ausflugsboot "U San Paulu" (Juni, Juli, August und September) besucht werden. Das Schiff fährt auch bis zu der Ruine des Genueserturms Santa Maria, von der die eine Hälfte eingestürzt, die andere Hälfte, fast im Wasser stehend, noch immer Wind und Wetter trotzt.

 

In Macinaggio verlässt die D80 die Küste und überquert das Cap Corse. Am Ortsausgang von Macinaggio bleibt man entweder auf dieser Strasse oder aber man fährt schräg links Richtung Domaine de Gioielli, die den besten Weisswein des Cap Corse produziert. Auch der Rosé ist ausgezeichnet und als Spezialität wird Rappu angeboten, ein roter, süsser Dessertwein.

 

KorsikaSchliesslich erreicht man das am Hang gelegene Rogliano. Im Mittelalter hatte dieser aus mehreren Weilern bestehende Ort grosse Bedeutung. Davon zeugen heute noch diverse Burgruinen, ein Genueserturm, ein ehemaliges Kloster und mehrere Kirchen und Kapellen.

Etwas neueren Datums, sie wurden im Jahr 2000 errichtet, sind die 7 Windkraftwerke, die zusammen mit jenen oberhalb von Centuri und Ersa, Strom für die nördlichsten Gemeinden des Cap Corse erzeugen. Nach Rogliano stossen die beiden Strassen wieder aufeinander. Man überquert den Col de St-Nicolas und erreicht danach die Gemeinde Ersa.

 

Im Weiler Botticella (Gemeinde Ersa) bietet sich die 15 km lange Rundreise zur äussersten Nordspitze des Cap Corse an. In Botticella biegt man rechts ab und fährt dann Richtung Barcaggio. Die Durchfahrt des Weilers Korsika Cap Corse BarcaggioGranaggiolo ist für Wohnmobile nicht geeignet. Wer mit einem solchen Gefährt unterwegs ist, wählt die Variante über Tollare. Das verschlafene Barcaggio mit dem kleinen Fischerhafen erwacht nur zur Hochsaison zu etwas Leben. Dieses verdankt es der schönen Lage mit der vorgelagerten Ile de la Giraglia und dem feinen, über 1 km langen Sandstrand. Dieser ist aufgrund der geringen Wassertiefe sehr gut für kleine Kinder geeignet. Hinter dem Sandstrand befinden sich geschützte Dünen, in denen ab und zu eine Kuh sitzt. Fürs Parken müssen hier in der Hochsaison aber 2 Euro bezahlt werden. Gemütlich ist die kleine Wanderung entlang des Strandes und danach auf der Felsküste zur Tour d'Agnello (Genueserturm). Der Weg kann nicht verfehlt werden. Der Turm kann betreten werden, allerdings ist seit einigen Jahren der Zugang auf die Aussichtsplattform versperrt.

Von Barcaggio aus fährt man entlang der Küste westwärts. Eine kleine Stichstrasse führt zum noch kleineren Nest Tollare. Wohnmobil-Fahrer und auch Leute mit Wohnwagen-Gespann können hier für 10 Euro direkt am Kiesstrand übernachten. Wer tagsüber hier parkt, bezahlt 4 Euro.

 

Korsika Cap Corse Col de la SerraWieder zurück auf der D80 erreicht man sogleich den Col de la Serra. Bei klarer Sicht wird hier sofort deutlich, warum für mich nur diese Richtung der Cap-Umrundung in Frage kommt. Fährt man hier um die Kurve, erblickt man im Vordergrund die steile Westküste des Cap Corse und im Hintergrund Korsikas höchste Gipfel, die bis im Juni noch schneebedeckt sind. Ein überwältigendes Panorama!

 

Noch viel schöner ist die Sicht von der Moulin Mattei, der restaurierten Windmühle oberhalb des Passes. Diese erreicht man zu Fuss bequem in 10 Minuten. Der Blick reicht zur Insel Capraja im Westen, bei klarer Sicht zum italienischen und französischen Festland, hinunter nach Centuri-Port, über die Westküste des Cap Corse und bis zum Gipfel des Monte Cinto.

 

Korsika Cap Corse Moulin MatteiNoch etwas vor dem Col de la Serra zweigt linkerhand eine schmale aber asphaltierte Strasse ab, die bis hoch zu den Windkraftwerken führt. Zwar ist das Befahren dieser Strecke verboten, doch wird sich in der Vor- oder Nachsaison kaum jemand darum kümmern. Die Aussicht von hieroben ist noch gewaltiger. Steht man unter einem solchen Windkraftwerk, ist man von dessen Grösse überrascht. Im Frühsommer 2000 wurde mit der Errichtung der 20 Windkraftwerke (frz. éoliennes) begonnen. Sie versorgen die Gemeinden Ersa und Rogliano mit jährlich 30'000'000 KWh Strom. Dies entspricht 4% der gebrauchten Energie des Departements Haute-Corse 1999. 13 dieser 40 Meter hohen Windkraftwerke stehen auf der Gemeinde Ersa, die restlichen 7 auf der Gemeinde Rogliano. Die Propeller haben eine Länge von je 20 Metern. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 100 Mio. Francs, alleine 60 Mio. kosteten die Kraftwerke selbst, die von der dänischen Firma Nordex entwickelt wurden.

 

Korsika Cap Corse CenturiNach dem Col de la Serra erreicht man die Gemeinde Centuri. Von der D80 zweigt die schmale D35 ab, durchquert die Weiler Camera und Orche und führt bis hinunter zum Meer. Kurz vor Centuri-Port verzweigt sich die Strasse. Rechts fährt man hinunter zum Hafen. Die Durchfahrt ist allerdings seit einigen Jahren gesperrt - zu viele Wohnmobile sind in der Engstelle hängen geblieben. Es ist empfehlenswert, links zu halten und danach auf dem grossen Platz am Südende des Dorfes zu parken. Zu Fuss lässt sich Centuri viel besser erkunden.

Centuri-Port ist der nördlichste Ort an der Westküste des Cap Corse. Der schmucke Fischerhafen wird umrahmt von malerischen bunten Häusern, dessen Dächer mit grünem Serpentin aus der Region gedeckt sind.
Paoli gründete hier um 1760 eine Schiffswerft um die korsische Flotte zu rüsten. An diesem Ort erbauten schon die Römer die Siedlung Centurium. Heute ist Centuri der wichtigste Langusten-Fischerhafen von ganz Frankreich! Die grossen Reusen, die man hier gelegentlich erblickt, werden schon seit Jahrzehnten höchstens noch von Hobbyfischern verwendet. Heutzutage werden die Langusten mit langen Netzen gefangen. Im Jahre 2000 habe ich eine Saison als Kellner im Restaurant Le Langoustier gearbeitet. Der Patron, Fernand, fischt selbst mit seinem Boot Laura. Abends kommt auf den Tisch, was tagsüber gefangen wurde. Das sind nebst Langusten auch Hummer, Seespinnen und diverse Fische. Ich bin bereits mehrere Male mit Fernand und seinen Fischern hinaus gefahren. Hier geht es zum Bericht über die Langustenfischerei.

Korsika Cap Corse Centuri Fischerboot Fernand SkerHeute arbeiten rund 20 Fischer in Centuri. Sie beliefern zum grössten Teil die 8 Restaurants, die in der Hochsaison rund um den Hafen geöffnet haben. Nebst dem Le Langoustier mit seiner tollen Lage ist auch das Le Vieux Moulin sehr bekannt. Dem Bruder von Fernand, Henri, gehört das Restaurant A Macciotta und seinem Neffen, Désiré, das Restaurant Le Pêcheur, das auch einige Zimmer mit Sicht auf den Hafen vermietet. Die Preise in Centuri sind gehoben. Vor allem die Langusten schlagen mit über 100 Euro pro Kilogramm zu Buche. Wer weniger auf Meerestiere steht, bekommt im Restaurant La Bella Vista von Henris Tochter auch Pasta und Pizza.

Centuri ist seit 2007 ein königlicher Ort, kaufte doch die Königin Al Chalifa von Bahrain das halb zerfallene Fischerhaus gleich neben dem Restaurant Le Langoustier und baute es zu einem kleinen aber feudalen Feriensitz aus. Sie ist zwar nur ein paar Mal im Jahr jeweils wenige Tage anwesend. Das Haus hat sie gekauft, um zum weltbekannten Akupunkteur, der oberhalb von Centuri ein riesiges Anwesen besitzt, in Behandlung zu gehen.

Centuri ist für den Badeurlaub nicht geeignet. Es gibt nur kleine Kiesbuchten. Im Weiler Mute, keinen Kilometer südlich von Centuri gibt es einen grösseren Kiesstrand und in der Saison auch eine Tauchschule. Schnorchler lieben das Gebiet zwischen der kleinen Ile de Capense und dem "Festland".

Oberhalb von Mute liegt der sehr schöne Campingplatz L'Isulottu, danach kann man sein Zelt bis kurz vor St-Florent nicht mehr legal aufstellen. Zwischen Centuri und Morsiglia liegt ein ehemaliges Kloster.

 

Korsika Cap Corse MorsigliaIn Morsiglia (nicht zu verwechseln mit Morosaglia, dem Geburtsort von Pasquale Paoli) erreicht man wieder die D80. Von Morsiglia aus führt die schmale D35 durch ein einsames Tal hinüber an die Ostküste des Cap Corse nach Marine de Meria. Mehrere befestigte Wohntürme aus genuesischer Zeit gibt es im Dorf. Desweiteren stehen nordwestlich auf einem Kamm die Ruinen zweier Windmühlen, zu denen ein schmaler Weg führt. In Morsiglia produziert die Domaine de Pietri hervorragende Weine. Hier gibt es die letzte Tankgelegenheit bis St-Florent!

 

Die Strasse zwischen Morsiglia und Pino ist eng und kurvenreich. Dafür ist der Blick hinunter zum Meer atemberaubend. Zwischendrin ist ein Abstecher zur kleinen Bucht von Alisu möglich. Zur Hochaison wird hier eine Snackbude betrieben.

 

Korsika Cap Corse Tour de SenequeKurz vor Pino zweigt links die D180 Richtung Luri und Bastia ab. Sie führt in vielen Kurven hinauf zum 381 m hoch gelegenen Col de Santa Lucia. Dort zweigt rechterhand hinter der Kapelle ein schmales Strässchen ab und führt bis zu einem ehemaligen Kloster, das auch einmal als Kinderheim diente. Heute wirken die Ruinen trostlos. Hier startet die Wanderung zur Tour de Sénèque, einem Turm, in dem der Legende nach der römische Philosoph Lucius Annaeus Seneca im Exil gewesen sein soll. Allerdings stammt der aktuelle Turm aus dem Mittelalter, Fundamente beweisen aber, dass an der gleichen Stelle bereits einmal ein Turm gestanden ist.

Die Wanderung wird hier beschrieben und lohnt sich allein schon wegen des tollen Ausblicks auf die West- und auf die Ostküste des Cap Corse!

 

Korsika Cap Corse Pino Pino liegt an einmaliger Lage hoch über dem Meer. Am Ortseingang stehen mächtige Eukalyptusbäume und auch grosse Mausoleen sind zu sehen. Die Touristenbusse, die das Cap an einem Tag umrunden, machen hier meist Mittagsrast. Das Restaurant ist dann dementsprechend gefüllt. In der Marine de Pino (Marine de Scalo) steht noch ein halbzerfallener Genueserturm, unterhalb davon das ehemalige Kloster St-François. Im Dorf selbst gibt es zwei befestigte Wohntürme zu sehen. Allerdings nur von aussen, sie sind in Privatbesitz.

 

Ab Pino führt parallel zur D80 weiter oben eine weitere Strasse südwärts. Ich persönlich bevorzuge aber die untere Variante, denn die Blicke hinunter zum Meer sind hier viel spektakulärer. Die obere Strasse (D33) kann man sich für einen weiteren Cap Corse-Besuch aufheben. Wer auf die D33 möchte, fährt vom Dorfkern Pinos aus wieder zurück bis zum Abzweiger nach Luri und folgt der Strasse um eine Kehre 1 km lang. Dann gehts geradeaus.

 

Korsika Cap Corse SteilküsteFolgt man der D80, führt die Strasse kurz nach Pino durch ein sehr felsiges und ausgesetztes Gebiet. Lohnender Fotohalt! Man durchquert schliesslich den Ort Minervio, ein kleines Nest mit Bar und Snackbude. Die Strecke bleibt auch danach wild. Man erkennt wieder die seit langer Zeit nicht mehr bewirtschafteten Terrassen, die sich bis hinunter zum Meer ziehen.

 

Als nächstes erreicht man Marine de Giottani, zu dem eine Stichstrasse von der D80 hinunter führt. Nebst einem zum grössten Teil zerfallenen Genueserturm findet man hier einen Kiesstrand, einen kleinen Hafen sowie ein Restaurant.

 

Kurz nach Marinca lohnt es sich, auf die D33bis hinauf nach Canari zu fahren. Auf dem Dorfplatz steht ein schmucker Glockenturm und die Aussicht von hier ist herrlich.

 

 

Wieder zurück auf der D80 verschandelt schon bald das 1965 stillgelegte Asbestwerk die Landschaft. An den Hängen oberhalb davon wurde der Rohstoff abgebaut. Entdeckt hat man das Asbestvorkommen 1928 und kurze Zeit später begann man mit dem Abbau, der zur Blütezeit 400 Männern eine Arbeit gab. Die Schutzbedingungen waren damals natürlich sehr schlecht und viele Bergarbeiter leiden oder litten unter den Spätfolgen. Die Baracken der Arbeiter stehen heute noch nördlich der Fabrik an der Strasse. Einst eröffnete dort gar ein Snack, der aber nicht lange rentierte. Bereits im kommenden Jahr war alles wieder dicht. Wen wunderts?

Dass das Baden am dunkelgrauen Strand von Nonza gesundheitsschädigend sein soll, ist äusserst unwahrscheinlich. Der Grund, dass selbst in der Hochsaison kaum Leute am Strand anzutreffen sind, liegt eher daran, dass er im Süden vom knapp 150 m hoch gelegenen Nonza nur zu Fuss erreichbar ist. Am nördlichen Ende, wo eine Strasse hinunter führt, sieht die Sache dann schon anders aus. Zudem wäre ja auch vom Baden am Strand von Albo, der die gleiche Farbe aufweist wie jener von Nonza, abzuraten. Da dieser aber bequem mit dem Auto erreichbar ist, tummeln sich in der Saison viele auf dem feinen Kies.

 

Korsika Cap Corse AlboAlbo ist ein netter kleiner Ort mit schönem Kiesstrand. Eine kleine Stichstrasse führt ins Zentrum, hinter dem Strand befindet sich ein Parkplatz. Südlich des Strandes thront die schöne Tour d'Albo auf einem Felsen. Wie beim Genueserturm auf dem Capu Rossu führt auch hier eine Aussentreppe zur Eingangstüre, die aber leider verschlossen ist. Man kann aber auch hier die Fassade hochklettern und durch das untere Fenster ins Innere kriechen. Von dort gelangt man über eine Treppe auf die Aussichtsplattform. Im Sommer 2009 war der Turm mit einem grossen Netz überspannt. Ob es einbrechende Touristen oder nistende Vögel abhalten soll, entzieht sich meinen Kenntnissen.

Oberhalb von Albo liegt das Bergdorf Ogliastro.

 

1.5 km nach Albo zweigt ein Strässchen zum nördlichen Ende des Strandes von Nonza ab.

 

Korsika Cap Corse Nonza Das kleine Dörfchen Nonza liegt rund 150 Meter praktisch senkrecht über dem Meer und wird von einem kleinen Wachturm, der 1760 erbaut wurde, bewacht. An dieser Stelle errichteten bereits die Genuesen im 12. Jahrhundert einen Wachturm. Vom kleinen Dorfplatz aus gelangt man über viele kleine Treppchen zwischen den Häusern hindurch zum Turm, dem Wahrzeichen Nonzas. Die Aussicht von nun 160 m Höhe ist atemberaubend und setzt Schwindelfreiheit voraus. Der Turm kann besucht werden. Ein Fotograf stellt dort in der Saison seine wunderschönen Fotos aus, die man auch erwerben kann. Ein beliebtes Fotomotiv ist der Strand, geknipst durch das Loch im Felsen. Für einen guten Blickwinkel muss allerdings das Geländer überstiegen werden!

Um den Turm rankt sich auch eine Legende. Er wurde im August 1768 von den Franzosen belagert (siehe Geschichte). Die Soldaten hatten ihren Hauptmann im Angesicht einer drohenden Niederlage im Stich gelassen. KorsikaDer alte Casella musste sich also selbst wehren. Er stellte eine Waffe in jedes Fenster und rannte wie wild von einem Gewehr zum anderen und drückte ab. Die Franzosen dachten, im Turm befände sich eine topmotivierte und gut ausgerüstete Mannschaft und waren, angesichts der schwierig erscheinenden Lage, zu Verhandlungen bereit. Man kam überein, dass die Besatzung des Turmes frei und mit allen militärischen Ehren ihre Stellung verlassen und zu Paolis Truppen zurückgehen konnten. Da trat der alte Ghiacopu Casella aus dem Turm, allein, aber voller Stolz. Andere Quellen besagen, er hätte ein System ausgeklügelt, mit welchem er alle Geschütze gleichzeitig bedienen konnte. In Anbetracht dessen, dass damals die Waffe nach jedem Schuss von Hand nachgeladen werden musste, eine eher unwahrscheinliche Aussage.

Aus Nonza stammte auch die Schutzheilige Korsikas, die heilige Julia. Sie erlitt im Jahre 303 n. Chr. den Märtyrertod, da sie sich weigerte, an einem heidnischen Fest teilzunehmen. Man fesselte sie an einen Pfahl, schnitt ihr die Brüste ab und erwürgte sie. Dort, wo man ihre Brüste hingeworfen hatte, entsprangen zwei wundertätige Quellen. Vom Dorf aus gelangt man über mehr als 50 Stufen zu jenem Brunnen. Bei diesem Spaziergang bietet sich ein wunderschöner Blick zum Dorf, dem Turm und dem grauen Strand, den man über weitere Stufen erreicht. Diverse Leute schreiben mit herumliegenden weissen Steinen in metergrossen Buchstaben Liebeserklärungen oder andere Botschaften auf den Strand, die dann vom Turm aus problemlos gelesen werden können.

Sehr gemütlich sitzt man in der Bar vor der Kirche unter Platanen. Leider hat Nonza ein akutes Parkproblem. In der Saison ist es kaum möglich, sein Auto abzustellen. Es ist daher ratsam, entweder ein Stück vor oder ein Stück nach Nonza an der Strasse zu parken und zu Fuss ins Dorf zu gehen.

 

Etwa 1 km südlich von Nonza kann man das Auto auf einem kleinen Parkplatz abstellen und zu Fuss hinunter zu den Ruinen eines Klosters steigen. Im Inneren der zerfallenen Barockkirche liegen in einem halb geöffneten Grab im Boden noch Gebeine. Ein schauriger Anblick! Pro Weg ist mit 20 Minuten zu rechnen. Neuigkeit Juni 2011: Die Klosteranlage ist momentan aufgrund umfassender Renovationsarbeiten grossräumig abgesperrt. Daher ist auch der dort versteckte Geocache nicht zugänglich (und wird wohl durch die Renovation beseitigt, befindet er sich doch im Mauerwerk).

 

Korsika Cap Corse Marine de NegruSchliesslich erreicht man das kleine Nest Negru mit einem hübschen kleinen Genueserturm oberhalb eines Kiesstrandes. Auch hier führt eine Stichstrasse hinunter.

 

Kurz vor Marine de Farinole gelangt man zu einem herrlichen Sandstrand. Hier landen gelegentlich auch Gleitschirme. Es werden auch Passagiere mitgenommen. Man erkundige sich im Restaurant. Südlich des Strandes steht ein weiterer Genueserturm. Seit Centuri trifft man hier erstmals wieder auf einen Campingplatz.

 

Kurz danach verlässt die Strasse die Küste und führt an Kalkhügeln und Rebbergen vorbei in das bekannte Weindorf Patriomonio, das bereits zum Nebbio gehört (siehe dort).

 

 

 

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